Besuch von Pater Aidan im Kindergarten

Pater Aidan im Sankt Anna Maria Kindergarten

Pater Aidan besucht mit dem Beginn der Fastenzeit den Sankt Anna Maria Kindergarten und spielt mit seinen Schützlingen im Garten und am Spielplatz. Der Kindergarten mit seinen Spielgeräten wird von den zahlreichen Spendern und WohltäterInnen zur Verfügung gestellt. In liebender Dankbarkeit und Verbundenheit an alle fleißigen, treuen und guten Seelen der Aktion “Brot und Schule – Tansania” schickt Pater Aidan hier im Gebet zu Beginn der Fastenzeit seine Segenswünsche an alle Sponsoren. Möge Gott euch alles tausendfach vergelten und allen Frieden und Gesundheit schenken.

Mit den besten Segenswünsche und in liebender Dankbarkeit und Verbundenheit

P. Dr. Aidan G. Msafiri

 

Hilfsprojekt Licht Mariens 2016


Hilfsprojekt Licht Mariens – Brot und Schule 2016 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 123

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 123

Im Jahr 2016 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens – Brot und Schule“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 123 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

HILFSAKTION BROT UND SCHULE
Das Interview mit Pater Aidan für die Gebetsaktion führte Dr. Maximilian Domej

Als Dank für sein 25. Priesterjubiläum besuchte auch heuer Univ. Prof. Pater Aidan Msafiri im Sommer Medjugorje. Geprägt von den Botschaften ist er ein unermüdlicher Arbeiter im Dienste der Kirche. Im Besonderen danken möchte er allen, die einen Beitrag für das Hilfsprojekt LICHT Mariens BROT und SCHULE spenden. Seit 12 Jahren unterstützt die Gebetsaktion Wien mittlerweile Sozialprojekte und Schulprojekte in Tansania. Für unsere Leser hat er gerne das folgende Interview gegeben.

Pater Aidan, du bist wieder von Tansania nach Österreich gekommen. Du wirkst als Priester, Universitätsprofessor und auch als kritischer Betrachter der Weltwirtschaft aus Tansania. Du bist dort Professor, hast viel aufgebaut, hast in Wien ein Doktorat gemacht und bist sehr verbunden mit Medjugorje. Was bringst Du heuer im Rucksack mit nach Europa?

Ich möchte zuerst die Freude des Evangeliums nach Europa mitbringen. Vor einer Woche habe ich mein 25 jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Das Motto bei meiner Primiz war: „Seid barmherzig so wie euer himmlischer Vater barmherzig ist.“ (LUK 3,36). Für mich ist die Freude des Evangeliums wichtig. Ich sehe so viele Probleme in Europa mit den Flüchtlingen, der Gottlosigkeit und Politik. Wir dürfen nie die Hoffnung aufgeben. Das zweite ist die Freude der Muttergottes. In Afrika beten wir sehr viel den Rosenkranz und wir beten für Europa. Wir haben den Glauben vor 150 Jahren aus Europa bekommen. Jetzt müssen WIR den Neuanfang machen und die Hoffnung an Europa zurückgeben.

Wie ist die Glaubensstruktur in Tansania?

Am Fuße des Kilimandscharos – wo ich herkomme – sind 99 % katholisch. Wir leben gemeinsam mit Muslimen und Naturreligionen. Es gibt die Interface, eine Multi-Glaubenskommission, bei der ich auch dabei bin. Es gibt noch keine muslimische Radikalisierung mit Boko Haram, Al-Schabab oder Al Kaida. Wir leben im Guten zusammen.

Das heißt, Tansania ist ein friedliches Land? Kannst Du uns über die Geschichte erzählen?

Der Gründungsvater von Tansania ist Julius Kambarage Nyerere, ein sehr, sehr guter Mensch. Er hat 1991 das Land der Mutter Gottes geweiht. Wir in Tansania glauben an Gott, wir haben die Religionsfreiheit und schätzen die Kirche. Was wäre Tansania ohne die katholische Kirche? Alles, die Kindergärten, die Schulen, die Universitäten und die Straßen sind von der katholischen Kirche gebaut werden.

Du bist vor 17 Jahren nach Österreich gekommen um an deiner Dissertation zu schreiben? Wir haben uns damals kennengelernt. Kannst Du von dieser Zeit erzählen?

Für mich ist es ein Mysterium. Ich kam 1999 nach Wien um zu studieren. Meine Dissertation habe ich als erster afrikanischer Priester und Wissenschaftler über die Umweltkrise als eine theologische und ethische Herausforderung geschrieben. Damals war das noch kein Thema. Ich arbeitete als Kaplan in Gerasdorf, nördlich von Wien. Dort haben wir das 50 jährige Priesterjubiläum von Dr. Kurt Knotzinger gefeiert. Da habe ich dich und deine Frau getroffen. Du hast mich damals gefragt, was du für mich tun kannst in Afrika. Für mich war das ein Wunder. Das Jahr darauf wollte ich wieder nach Afrika fliegen und einen Kindergarten bauen um den Kindern Hoffnung zu geben. Seit 12 Jahren erhalte ich nun Spenden von der Gebetsaktion Medjugorje. Licht Mariens für meine schulischen Projekte. Wir finanzieren damit Schulen, Uniformen, Essen, Berufsschule für Jugendliche oder Universität. Von vielen Kindern sind die Eltern an HIV gestorben. Grace, die jetzt in Wien studiert und den Master in Kultur und Anthropologie macht, war eines dieser kleinen Kinder. Sie ist ein Beispiel dafür, was ihr für Afrika gemacht habt. Ich habe vor kurzem mit ihr gesprochen und sie plant vielleicht später einmal bei der UNO zu arbeiten als Ausgebildete zum Wohl der kulturellen Ausbildung in Tansania.

Was bedeuten für dich die Erscheinungen und warum glaubst Du daran?

Ich möchte die Erscheinungen auf verschiedene Etappen betrachten:
1. Die Erscheinungen sind metaphysische Erlebnisse, übermenschliche Erlebnisse für besondere Menschen, die Gott erwählt. Die Seher sind aber keine Übermenschen. Sie sind unvollkommen. Aber Gott bedient sich ihrer.
2. Die Erscheinungen sind ein Ruf zur Umkehr. Immer: „Betet, betet, betet.“ Wir sind unvollkommen. Wir machen Fehler. Wir sind Menschen. Die Muttergottes erinnert uns immer wieder, dass wir zu ihrem Sohn gehen.
3. Biblische Gründe: Wenn man das Johannesevangelium Kap 2 Vers 1-10 liest, sieht man die Hochzeit zu Kana. Maria sieht das Problem, dass kein Wein mehr da ist und sagt: „Was ER euch sagt, das tut.“ Was für ein schöner Satz! Was Jesus uns sagt, das müssen wir immer wieder tun: Als Kirche, als Politiker, als Theologe, als Umweltbotschafter. Jesus ruft uns jeden Tag. Er zeigt uns immer wieder Dinge, die wir tun sollen.
Außerdem gibt es die Stelle im Johannesevangelium Kap 6 Vers 1-15. Hier geht es um die Vermehrung von den Broten und Fischen. Das ist ein Wunder. Für mich ist Medjugorje wie der kleine Bub, der sagt: „lch habe nur 5 Brote und 2 Fische.“ Medjugorje ist ein armer Ort. Und die Leute, die die Muttergottes gesehen haben, sind nicht die intelligentesten Menschen der Welt. Aber von dieser geistigen Nahrung wird die ganze Welt satt. Diese 2 Fische, diese jungen Männer und jungen Frauen, sie haben die Muttergottes gesehen und das weiter gesagt so wie das Kind in diesem Evangelium. Sie hatten nur 5 Brote und 2 Fische und davon hat Jesus so etwas Großes gemacht. Das heißt, teilen gibt Freude – auch den anderen. Gnade braucht Menschlichkeit. Die Botschaften sind ein Weg, um Gottes Gnaden zu erhalten. Die Seher sind Menschen, aber sie haben eine besondere Gnade von oben bekommen. Nicht nur die Seher von Medjugorje, auch die Seher von Fatima, von Lourdes, von Guadeloupe oder überhaupt: Sie sind keine Supermenschen, aber sie sind Menschen, die auch unvollkommen sind. So wie der Priester. Wir sind nicht vollkommen. Aber jeden Tag halten wir die Heilige Messe und Jesus ist der Mittelpunkt. Das ist das größte Wunder. Die Kinder, die in Medjugorje, Lourdes oder Fatima die Mutter Gottes gesehen haben, sind das Mittel, das Himmlische zu den Menschen zu bringen. Aber Gott zeigt sich durch Menschen. Er ist zu uns gekommen durch seinen Sohn. Aber er kommt auch zu uns durch Menschen, die unvollkommen sind. Er kommt jeden Tag zu uns durch Priester, wie ich, die unvollkommen sind. Die Botschaften sind Mittel, eine Art Turbo zum Ziel. Wir sind alle Menschen. Die Muttergottes erscheint wo sie will, aber Gott hat auch einen Plan dafür. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich heuer bei meinem 25 jährigen Priesterjubiläum, als marianischer Priester, viele Wunder – auch von der Gebetsaktion gesehen habe: Nicht nur für die Kinder, auch für Priester und Mitmenschen. Von der Regierung in Tansania bin ich seit vorigem Jahr Klimabotschafter. Wenn ich Vorträge halte, bringe ich immer diese Dimension, diese Werte mit ein. Die westlichen Länder haben viel von den Werten verloren. Die Welt wird kaputt durch den Materialismus und Egoismus – überhaupt die Familien. Für mich ist Medjugorje ein Geschenk Gottes auf Erden, ein Zeichen, dass es Gott gibt und auch ein Zeichen der Nächstenliebe.

Warst Du auch bei einer Erscheinung in Medjugorje dabei?

Ja. Das ist unbeschreiblich. Kein Professor auf der Welt kann das beschreiben. Das ist einfach ein metaphysisches Erlebnis und man genießt das. Danke Gott, dass ich hier bin. Man kann es nicht mit Physik oder Wissenschaft beschreiben – es ist überirdisch.

In Medjugorje spürt man einen besonderen Segen und Frieden. Die Muttergottes kommt nun schon so lange mit ihren Botschaften, und trotzdem sind wir fast erst am Anfang. Wie siehst Du das?

Die Welt braucht Frieden. Die Familie braucht Frieden. Politik und Umwelt braucht Frieden. Das muss beim Einzelnen anfangen. Ich als Priester, Du als Arzt, Kinder und Jugendliche. Wenn wir den Frieden annehmen, wird sich die Welt verändern. Es gibt ein Sprichwort, es ist auch mein Motto: Wenn gute Menschen nichts tun, vermehrt sich das Böse.

In welcher sozialen Struktur und welchen Schwierigkeiten lebt ihr in Tansania? Ist jede kleine Spende für euch eine Hilfe?

Du sagst kleine Spende, aber für uns ist das eine großartige Spende. So wie die 5 Brote und 2 Fische. Die Vermehrung von der Freude her. Ökonomisch oder wirtschaftlich beträgt das Pro-Kopf-Brutto-Einkommen in Tansania 125 Euro pro JAHR. Pro Monat sind das etwa 10 Euro mit 8-10 Kindern und das ohne Krankenkassa. Wenn es eine medizinische Versorgung gäbe, würden wir nicht so früh sterben. Es gibt Menschen, die sterben schon wegen 5 Euro. Ich habe zweimal bei einer Geburt geholfen, wenn schwangere Frauen kamen. Bei uns ist der Priester alles: Bürgermeister, aber ohne Geld. Er ist Hebamme, Lehrer, … er ist alles. Es bringt sehr viel Freude als Priester in Afrika, in der dritten Welt zu sein. Es gibt Familien mit vielen Kindern. Ich glaube, viele Kinder sind eine Gnade Gottes. In Europa sagt man, ich will kein Kind, das ist zu teuer. Hätten unsere Eltern das auch gesagt, wären wir jetzt nicht hier um uns zu freuen. Wir atmen, wir leben und wir genießen das Leben. Ich mache auch sehr viel für die Jugendlichen. Ich bin auch Direktor für die katholische Jugend in der Diözese Moshi, rund um den Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas. Nicht nur Professor für die Universität und Klimabotschafter. Ich bin verantwortlich für 60.000 Jugendliche. Ich versuche immer wieder auch mit euren Spenden zu helfen. Bei uns gibt es 4 Dekanate. Da habe ich jedem Dekanat 2000 Euro gegeben als Mittel, um etwas zu verwirklichen.

Was würdest Du unseren Lesern zu Weihnachten wünschen?

Zuerst möchte ich meine innigste Dankbarkeit als Priester, als Mensch aus Afrika ausdrücken. Ein Dank an die Gebetsaktion Wien und allen Spender und Sponsoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Wir – und vor allem die Kinder – sind sehr dankbar. Ich wünsche allen Mitgliedern und Sponsoren viel Freude, Kraft, Gesundheit und Segen in der Adventzeit und zu Weihnachten.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Seit 12 Jahren unterstützt die Gebetsaktion mit der Aktion ‘Licht Mariens’ die sozialen Projekte von Pater Aidan in Tansania. Pater Dr. Aidan Msafiri ist ordentlicher Professor für Philosophie und Ethik an der theologischen Fakultät St. Augustin in Tansania. Pater Aidan besucht jedes Jahr Medjugorje. Inspiriert von der großen Gnade versucht er in seiner Diözese die Botschaften von Medjugorje zu verbreiten. Er ist tief dankbar für die jahrelange Unterstützung seiner Projekte und sagt uns immer wieder, dass er für alle Wohltäter täglich betet. Er bedankt sich bei jedem von uns im Namen tausender Kinder‚ die durch die Aktion ‘Licht Mariens’ durch die schulische Ausbildung eine bessere Zukunft erlangt haben. Er ist tief dankbar, dass er im Dienste der Muttergottes so viel Gutes tun kann und bittet uns, ihm weiterhin bei seinen Projekten zu helfen.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2015


Hilfsprojekt Licht Mariens 2015 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 119

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 119

Im Jahr 2015 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 119 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

MEDJUGORJE IST EINE QUELLE DER BARMHERZIGKEIT
Anlässlich des Aufenthaltes in Europa besuchte Pater Univ.-Prof. Dr. Aidan Msafiri auch die Gebetsaktion in Wien. Wir konnten mit ihm das folgende interessante Interview über die aktuelle Situation in Afrika und seine persönlichen Erfahrungen mit Medjugorje machen. Das Gespräch führte Mag. Kristina Malina-Altzinger.

Pater Aidan, du kommst gerade aus Medjugorje. Welche Erfahrungen bringst du mit?

Für mich ist Medjugorje ein Geschenk Gottes. Es war meine siebente Reise an diesen Gnadenort, und jedes mal tanke ich dort geistig auf. Aber ich merke durch meine Erfahrungen als Priester und Beichtvater, dass sehr viele Menschen in Medjugorje ihr geistiges Leben erneuern, indem sie eine neue Beziehung zu Gott beginnen. Männer und Frauen haben Probleme in der Ehe, oder Ordensleute haben Schwierigkeiten in ihrer Berufung, und alle tanken hier neu auf. Sie gehen mit neuer Kraft und Freude wieder nach Hause zurück. Viele Ehen brechen auseinander, aber hier in Medjugorje finden sie wieder zusammen. Die großen Krisen beginnen im Kleinen, in der Familie. Medjugorje ist ein besonderer Ort der Gnade, der Ruhe, der Gelassenheit – es ist ein Wunder! Medjugorje ist ein Wunder! Auch nächstes Jahr möchte ich wieder nach Medjugorje, als Priesterbegleiter. Es soll eine Dankeswallfahrt werden zu meinem 25-jährigen Priesterjubiläum. Alles was ich bin und mache ist Medjugorje zu verdanken.

Wie können die verschiedenen Religionen zum Frieden beitragen?

Jede Religion kann drei Rollen spielen. Erstens, Religion als Mittel des Friedens. Ich als Christ, als Priester, als Katholik, ich soll mich fragen: Wie kann das Christentum, wie kann mein Glauben den Frieden verbreiten. Ich muss auch beitragen, dass das Christentum wirklich Frieden stiftet. Die zweite Rolle für jede Religion – Christentum, Buddhismus, Islam – kann auch als Mittel der Gewalt missbraucht werden. Wir sehen das momentan beim Islam. Die islamistische Sekte Boko Haram beispielsweise benutzt die Religion als Mittel zur Gewalt. „Boko“ bedeutet „Buch”, und „Haram“ ist das arabische Wort für „illegal“. Das bedeutet, dass man alles, was mit dem Christentum, den europäischen Ländern zu tun hat, umbringen muss. Außerdem ist alles Westliche verboten, wie ein Computer beispielsweise. Und die dritte Rolle ist, Religion als Mittel der Versöhnung. Wir Menschen sind nicht vollkommen und daher muss ich schauen, wie meine Religion wieder Frieden stiften kann. Dafür ist Versöhnung notwendig. Das ist meine These, die Religion kann auf drei Arten wirken.

Wie siehst du die Zukunft Europas?

Europa ist auf zwei Dingen aufgebaut. Erstens auf dem christlichen Glauben und zweitens auf den Kindern. Beides ist momentan in einer Krise. Einige wollen nicht mehr in die Kirche gehen, weil ihnen der Priester nicht gefällt oder sie keinen Kirchenbeitrag zahlen wollen. Bei uns in Afrika kommen die Menschen in die Kirche. Sie wissen, dass die Priester unvollkommen sind, aber wir gemeinsam stark sind! Junge Menschen wollen keine Kinder mehr bekommen, ein Kind ist zu teuer, sie nehmen sich lieber einen Hund. Das Pro-Kopf-Brutto-Einkommen Tansania beträgt 130 Euro pro Jahr. Trotzdem bekommen sie viele Kinder. Denn sie wissen, Kinder sind ein Segen. Wir dürfen nicht vergessen: Ohne Christentum und ohne Kinder gibt es kein Europa in der Zukunft. Zuerst solle sich jeder bewusst werden, dass wir das Glück haben Christ und Christin zu sein. Dies ist ein großes Glück. Jesus als Person zu kennen und ihn Freund nennen zu können. Außerdem die Kirche als etwas Positives, als ein Geschenk Gottes zu sehen. Wir dürfen nicht immer nur die menschlichen Fehler sehen. Philosophisch und theologisch kann man sagen, die Kirche hat zwei Dimensionen, die geistliche und die menschliche. Aber wir müssen auch beten, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

In den westlich säkularisierten Ländern entfernen sich die Menschen immer mehr vom Glauben. Was kann man dem aus deiner Sicht entgegnen?

Die Muttergottes ruft uns immer auf: „Betet, betet, betet!“ und „Frieden, Frieden, Frieden!“ Der liebe Gott hat uns die Freiheit gegeben. Wir können tun, was wir wollen. Wir können uns nach freiem Willen für das Gute oder Schlechte entscheiden. Deshalb kommt die Muttergottes und sagt „betet, betet, betet“, damit wir uns bewusst werden, was gut und richtig ist. Ich glaube, durch die sogenannte grenzenlose Freiheit kommt es zu einer Zerstörung des Glaubens, der Zivilisation, der katholischen und humanen Werte, in der Gesellschaft, Wirtschaft, Bildung und Sexualität. Überall können wir dies beobachten. Was wäre Afrika ohne die Religion, die katholische Kirche? Die besten Schulen, die besten Universitäten oder Straßen werden von katholischen Organisationen gebaut – ja, alle Priester, Bischöfe und Ordensleute machen sehr viel. Die Christen in Europa sollten wieder auf ihren Glauben stolz sein und ihn auch öffentlich zeigen.

Worin siehst du den Grund für die extreme Polarisierung und den Ursprung des religiösen Fanatismus?

Fanatismus ist sehr oft ein Resultat von einem Leben ohne Perspektive. Es geht um Orientierungslosigkeit. Hier ist die Politik gefragt, Menschen wieder eine Perspektive zu geben. Aber auch jeder einzelne kann etwas dazu beitragen. Man sollte sich bewusst werden, dass es humane Werte gibt, die jedem Menschen zustehen und die er besitzt unabhängig von Religion. Denn der Mensch ist Abbild Gottes. Wenn ich dich also ansehe, sehe ich auch Gott in deinen Augen. Dies unabhängig, ob du nun an meinen Gott glaubst oder nicht. Die Würde des Menschen ist also von sehr großer Bedeutung. Als zweiten Punkt die Solidarität. Wir Menschen brauchen einander. Wir können die Welt zusammen besser machen, Einheit in Vielfältigkeit. Und der dritte wichtige Punkt ist die Kultur der Verantwortung. Wir sind füreinander verantwortlich. In Afrika gibt es den Ausspruch: „Ich bin, weil wir sind.“ Ohne dich bin ich nichts – ohne mich bist du nichts. Es zeigt, wie wichtig die Gemeinschaft ist. In Europa hört man oft: „Mir san mir“ was das genaue Gegenteil besagt. Ich brauche dich nicht, und ich mach, was ich will, und mir geht es gut alleine. Das ist bloß Egoismus.

Was bedeutet gerade in dieser schwierigen Zeit die Friedensbotschaft von Medjugorje?

Ich sehe immer wieder Medjugorje als ein Geschenk Gottes an Europa und an die ganze Welt. Die Muttergottes ruft uns wiederholt zur Umkehr auf. Der Mensch ist unvollkommen und braucht die geistliche Reinigung, Umkehr, Einkehr. Er muss verstehen, dass er unvollkommen ist, und einfach Buße tun, beten und den Frieden stiften soll. In zwei Jahren sind es 100 Jahre seit den Erscheinungen in Fatima. Medjugorje ist Quelle des Friedens, der Bekehrung und Umkehr. Es sollte jeder nach Medjugorje gehen und einfach beten, für den Frieden auf der Welt, Frieden zwischen den Religionen, Frieden in den Familien, Frieden in der Ehe, zwischen allen Menschen. Momentan gibt es viele kleine Krisengebiete, aber es werden immer mehr. Und die Gospa zeigt uns einen Weg aus diesen Krisen. Wir müssen auf die Knie gehen und beten. In einer Botschaft hat sie gesagt: “Durch euer Gebet könnt ihr Kriege verhindern“- wir sind uns dieser Kraft oft gar nicht bewusst. Außerdem geht es um Barmherzigkeit. Papst Franziskus hat das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Wir müssen die Barmherzigkeit Gottes wahrnehmen, durch die verschiedensten Quellen. Medjugorje ist solch eine Quelle. Ich glaube, es gibt keinen anderen Erscheinungsort, wo sich so viele Menschen bekehren, so viele junge Menschen den Glauben entdecken und so viele Menschen zur Beichte gehen. Jeder Priester oder Bischof glaubt an die Muttergottes und ist sich ihrer Rolle bewusst. Es gibt das Kirchenrecht, dieses besagt, dass Erscheinungen von der Kirche beurteilt werden müssen. Aber was ich sagen kann, ich sehe die Früchte, die Bekehrungen, den Frieden der von Medjugorje ausgeht. Gute Dinge strahlen aus – für die Kirche und die Gesellschaft. Für mich ist Medjugorje wahr!

Was hat unsere Aktion Licht Mariens in deiner Diözese in Tansanien bewirkt?

Durch eure wundervolle Aktion „Licht Mariens“ ist es uns möglich, in Tansania unzähligen Menschen zu helfen. Durch das Geld ermöglichen wir 187 Kindern, bei uns im Kindergarten zu sein. Die meisten von ihnen sind Waisen, weil ihre Eltern an HIV gestorben sind. Es gibt keine Kinderheime, sondern diese Kinder wachsen bei den Großeltern oder anderen Verwandten auf. Wenn die Kinder in die Schule kommen, geben wir ihnen eine Schuluniform, etwas zum Essen und zum Schreiben. Dann bezahlen wir die Kindergärtnerinnen, das sind drei Frauen und eine Köchin und außerdem einige Klosterschwestern. Wir haben auch zwei Schulen mit fast 800 Kindern. Auch sie bekommen eine Uniform und täglich Essen. Und wenn jemand krank wird, geben wir ihm auch Geld für den Arzt bzw. Medikamente. In Tansania kann man wegen 2 Euro sterben, die man nicht hat, denn es gibt keine Krankenkasse. Außerdem gibt es Priester, die wir unterstützen können. Ich bin außerdem Diözesan-Jugendleiter und damit für 80.000 Jugendliche verantwortlich, daher veranstalte ich Seminare. Und dann gibt es einige, die danach auf die Universität gehen. Ein Mädchen macht ihren Master sogar in Wien. Aber einige wählen auch den Weg der Berufsschule. Diese werden auch unterstützt. Die Ausbildung ist das Wichtigste, was wir den Menschen mitgeben können. Damit wird durch diese Spenden den Menschen in Tansania nachhaltig geholfen. Hilfe zur Selbsthilfe. Dies ist ein Wunder von Medjugorje.

Nächstes Jahr feierst du dein 25-jähriges Priesterjubiläum. Hast du einen besonderen Wunsch?

Eigentlich nicht. Ich bin für all die Gnaden, die ich bis jetzt vom Himmel bekommen habe, sehr dankbar. Aber für meinen Alltag habe ich wirklich seit Jahren einen Wunsch. Für einen Priester ist ein Auto sehr wichtig. Die Distanzen sind enorm, 60 Kilometer von einer Ortschaft in die andere. Außerdem liegt Tansania am Fuße des Kilimandscharo, das bedeutet die Straßen sind sehr hügelig und nicht asphaltiert. Daher wäre mein einziger Wunsch zu meinem 25. Priesterjubiläum, für meine pastorale Tätigkeit, ein MIVA-Auto.

Was möchtest du unseren Lesern noch sagen?

Aus ganzem Herzen bedanke ich mich bei allen Wohltätern. In unseren Gebetsgruppen beten wir auch für Euch. Ich wünsche Euch allen viel Segen und Kraft. Schauen wir immer nach vorne. Es ist momentan eine Krise in Europa, aber das Heilmittel dagegen ist der Rosenkranz.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Seit 11 Jahren unterstützt die Gebetsaktion mit der Aktion ‘Licht Mariens’ die sozialen Projekte von Pater Aidan in Tansania. Pater Dr. Aidan Msafiri ist ordentlicher Professor für Philosophie und Ethik an der theologischen Fakultät St. Augustin in Tansania. Pater Aidan besucht jedes Jahr Medjugorje. Inspiriert von der großen Gnade versucht er in seiner Diözese die Botschaften von Medjugorje zu verbreiten. Er ist tief dankbar für die jahrelange Unterstützung seiner Projekte und sagt uns immer wieder, dass er für alle Wohltäter täglich betet. Er bedankt sich bei jedem von uns im Namen tausender Kinder, die durch die Aktion ‘Licht Mariens’ durch die schulische Ausbildung eine bessere Zukunft erlangt haben. Er ist tief dankbar, dass er im Dienste der Muttergottes so viel Gutes tun kann und bittet uns, ihm weiterhin bei seinen Projekten zu helfen.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2014


Hilfsprojekt Licht Mariens 2014 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 115

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 115

Im Jahr 2014 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 115 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

DANKE, MUTTERGOTTES, FÜR DIE GNADEN DURCH MEDJUGORJE
Dr. Maximilian Domej im Gespräch mit Pater Dr. Aidan Msafiri am 7.8.2014 in Wien

Wir haben uns heute, am 7. August 2014, in den Räumen der Gebetsaktion zusammengefunden. Aidan, du bist aus deinem Heimatland Tansania wieder nach Europa gekommen. Wieder ist ein Jahr vergangen. Unsere Leser kennen dich schon und unterstützen dich auch fleißig bei deiner Arbeit. Wie ist die Situation in deinem Heimatland und wie siehst du als Priester die weitere Entwicklung, sowohl politisch als auch religiös?

Zuerst möchte ich mich für die großartige Unterstützung durch die Medjugorje Licht-Mariens Aktion bedanken. Die politische Lage in Tansania ist sehr schlecht. Noch schlimmer ist es in Somalia, Nigeria oder im Sudan. Die religiöse Entwicklung in Tansania ist aber gut. Als Professor an der Universität habe ich viel Freude mit den Studenten und Studentinnen, die ich jede Woche oder jeden Tag unterrichte, und denen ich auch Werte des Lebens vermittle. Ich glaube, die Zukunft Afrikas, die Zukunft Tansanias, liegt in der Bildung mit Werten: mit Werten des christlichen Glaubens. Das ist es, was die Menschen wirklich zufriedener macht. Es ist wie ein Wegweiser in die Zukunft Tansanias. Sozial geht es schon bergauf, obwohl es bei uns noch sehr viele arme Menschen gibt. Das Brutto-Einkommen pro Kopf liegt bei 120 Euro im Jahr, das sind 10 Euro im Monat! Aber trotzdem lächeln die Menschen. Sie haben innere Freude und leben wirklich ein Miteinander und Füreinander. Zur Situation des Glaubens möchte ich sagen: Ich habe immer sehr viele Rosenkränze für Afrika mitgenommen, wenn ich bei euch war. Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass ich jedes Jahr so viel von euch bekomme. Durch eure Unterstützung habe ich sehr viele junge Menschen zur Universität gebracht. Letztes Jahr hatte ich meinen fünfzigsten Geburtstag, und ich bin immer noch gesund. Daher bin ich nach Medjugorje gepilgert, um mich bei der Muttergottes zu bedanken. Meine Hungersnot, meinen Lebenshunger möchte ich durch Gebet und Dankbarkeit stillen. Darum bin ich sehr, sehr dankbar.

Wir erleben eine sehr unruhige Zeit – auch in Afrika. Spürt auch ihr diese Verschärfung des fundamentalen lslamismus, der unter den Schiiten und Sunniten tobt? Oder das Horrorszenarium eines Kalifats, das fast alle in die Flucht schlägt, die nicht seiner Meinung sind? Seid ihr weit davon entfernt oder gibt es Anzeichen dafür?

Die Kirche in Afrika durchlebt eine sehr unangenehme Situation, auch in Tansania. Voriges Jahr wurde auf der Insel Sansibar, die zu Tansania gehört, ein Priester von einer fanatischen muslimischen Gruppe umgebracht. Auch in unserem Nachbarland Kenia gibt es immer wieder Bombenanschläge, so 2.8. vor ca. einem Monat einen Anschlag in Malindi, in Ilamo in der Nähe von Mombasa. Man sieht und hört auch immer wieder Drohungen von Muslimen. In Nigeria sind schon etwa 200 Mädchen entführt worden. Auch im Sudan hat es schon viele Tote durch Unruhen gegeben, sodass man sich fragt: Was bedeutet das alles? Weltweit ist dies eine sehr, sehr unangenehme Situation und wir können nicht einfach sagen, das ist uns egal. Als Priester, als Menschen, als Afrikaner müssen wir uns neue Einblicke und Überblicke schaffen. Woher kommen diese vielen Schwierigkeiten, dieser Fanatismus? Ich sehe das als eine große Herausforderung, nicht nur für die Welt und die Menschen, sondern auch für uns Christen, für uns Priester, für die Kirche überhaupt. Wir wissen, dass wir als Abbild Gottes geschaffen worden sind (Gen 1,26). Darum sollen wir nach überirdischen Lösungen suchen: mit unseren Gebeten zur Muttergottes, der Mutter des Friedens und Mutter der Hoffnung.

Es ist interessant, dass auch die Erscheinungen in Medjugorje in einer multikulturellen und multikonfessionellen Gegend begonnen haben. Als einmal ein muslimisches Kind geheilt wurde, fragten die Kinder: „Warum?“ Die Muttergottes hat ihnen darauf geantwortet: „ihr seid alle meine Kinder, ihr habt euch selbst getrennt.“ Liegt, wenn man genauer hinblickt, der Weltfriede vielleicht in erster Linie in der Versöhnung der Religionen?

Ja, dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens sehe ich diese in falschen Meinungen und einer falschen Erziehung. Auch politische Gründe verursachen diese schlimme Situation bei uns und weltweit. Der Islam ist eng mit dem Staat verbunden. Dazu kommt Fanatismus mit Hass. Wir aber sollen Hass, Egoismus und Neid gegen Werte des Lebens eintauschen! In Nigeria gibt es zum Beispiel eine Gruppierung mit dem Namen Boko Haram. Boko heißt auf lbo, eine nigerianische Sprache, „Buch“ (engl. book), haram heißt „illegal“. Das bedeutet: Alles, was mit dem Westlichen, mit dem Christentum zu tun hat, gilt als „illegal“, als „haram“, egal ob es um westliche Bildung, Wissenschaft oder den Glauben geht. In dieser antiwestlichen Überzeugung werden auch die Kinder erzogen. Diese Entwicklung ist beunruhigend. Ich glaube, wir sollten das alles aus verschiedenen Perspektiven betrachten und den Mut aufbringen, den Hass zu überwinden. Ein zweiter Grund ist der Egoismus. Menschen wollen einfach nicht miteinander und füreinander da sein, und zwar ganz unabhängig von ihrer Nation oder Religion. Oft fehlt die Kultur der Solidarität und Versöhnung. Wir alle sind Menschen. Ein jeder Mensch macht Fehler, sei es bewusst oder unbewusst. Die Frage ist aber: Wie gehe ich mit meinen Fehlern um? Wie kann ich den anderen, der nicht meiner Religion, nicht meiner ethnischen Gruppierung angehört, annehmen? Wie können wir als Kinder Gottes zusammen in Frieden leben, egal ob schwarz, gelb oder weiß?

Kannst du unseren Lesern in Kürze von deinen Aktionen, die durch die Spenden der Gebetsaktion finanziert wurden, berichten? Welche Aktivitäten haben schon stattgefunden und welche planst du noch?

Ich bin sehr, sehr froh, dass ich so vielen jungen Menschen den Schulbesuch ermöglichen konnte, angefangen vom Kindergarten bis hin zur Universität. Mehr als 1000 Personen erhalten durch eure Spenden Schulgeld. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Viele Studenten auf der Universität haben nichts zu essen. Auch ihnen gebe ich Schulgeld oder Bücher, denn sie können sich das nicht leisten. Es gibt Kinder, die fast jeden Tag eine Mahlzeit bekommen. Es gibt aber auch Leute im Dorf, die wenig Essen, Kleidung und Geld haben; und auch Priestern, die studieren und nichts haben, kann ich immer wieder mit euren Spenden helfen.

Ich glaube, wir können uns hier im Westen überhaupt nicht vorstellen, in welcher Not die Menschen oft leben. Darum finde ich es eine gute Idee, die Aktion weiter zu führen.

Das ist wirklich ein Wunder. Es gibt ja verschiedene Arten von Wundern. Dieses ist ein intellektuelles, geistliches Wunder von Medjugorje in Afrika. Welche große Liebe der Muttergottes! Bei einer Hochzeit habe ich das Evangelium von der Hochzeit zu Kane (Joh 2,5-6) vorgelesen: „Was er euch sagt, das tut!“ Die Muttergottes empfiehlt uns, was Jesus uns sagt. Jesus sagt, so sollt auch ihr einander lieben und auch einander helfen (Joh 13,34). Das ist alles. Du sollst Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken lieben, und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Am Ende unseres Lebens zählt nicht, was wir gehabt haben, sondern was wir aus dem Kleinen gemacht haben. Ich war nackt, du hast mir Kleidung gegeben, ich war hungrig, du hast mir zu essen gegeben, ich war im Gefängnis, du hast mich besucht. Das Entscheidende ist: Wie stillen wir unseren Lebenshunger? Oft stillen Menschen, auch Politiker, ihren Lebenshunger durch Krieg, Macht und Machtgier. Aber wir als gläubige Menschen, als gute Menschen, können unseren Lebenshunger stillen, indem wir anderen Geborgenheit geben. Ich sehe z.B. so viele junge Menschen, denen geholfen wurde. Das ist einmalig, ein Wunder! Sie haben Freude daran. Wenn ich heute sterbe, bin ich zufrieden. Ich habe sehr viel für die Armen getan.

Das finde ich wirklich großartig. Ich habe schon viele Interviews gemacht, aber bei dir merke ich wirklich, mit welcher Begeisterung du Priester bist und mit welcher Begeisterung du zum Wohl deiner Kirche, deiner Gemeinde und auch im Hinblick auf die Weltkirche drängst. Wir danken dir für dein Zeugnis. Aidan, mach weiter so! Danke!

Danke vielmals. In zwei Jahren begehe ich mein silbernes Priesterjubiläum. Ich wurde 1991 zum Priester geweiht. Dann bin ich 25 Jahre Priester. Ich möchte mich bedanken für eure große Unterstützung. Ich werde immer wieder nach Medjugorje fahren und dieses Zeugnis nach Afrika mitnehmen. Auch nächste Woche fahre ich wieder nach Medjugorje, einfach um der Muttergottes zu danken und für euch zu beten. Vergelt’s Gott für alles!

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Das Hilfsprojekt „Licht Mariens”, das wir seit Jahren für Afrika organisieren, erreicht die Ärmsten der Armen. Wir alle wissen, dass Brot weltweit immer knapper und teurer wird. Viele Menschen kämpfen ums Überleben. Der Begriff „Brot” ist ein allumfassendes Konzept: Ohne Brot kein Leben. Ohne Brot keine Zukunft! Pater Aidan Msafiri ist ein großer Freund von Medjugorje und organisiert für Kinder und junge Erwachsene die schulische Ausbildung bis zum universitären Abschluss. Jedoch können viele dieses Ziel nicht erreichen, weil sich die Eltern in Tansania eine schulische Ausbildung nicht leisten können. Viele von ihnen sind auch Waisen! Pater Aidan Msafiri bedankt sich im Voraus mit einem tausendfachen ,Vergelt’s Gott!’ für jede noch so kleine Spende.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2011


Hilfsprojekt Licht Mariens 2011 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 103

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 103

Im Jahr 2011 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 103 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

Wenn gute Menschen nichts tun, vermehrt sich das Böse.
Dr. Maximilian Domej im Gespräch mit Pater Aidan Msafiri:

Heute ist der 12. August 2011 und wir sitzen in der Gebetsaktion mit unserem ganz lieben Freund, Priester und Missionar Pater Aidan Msafiri. Pater Aidan könnten Sie die Aktivitäten in Tansania des letzten Jahres unseren Lesern schildern.

Zuerst möchte ich jeder Spenderin und jedem Spender für die sehr großartigen Spenden für die Kinder und Jugendlichen in Afrika danken. Wir haben drei große Projekte, für die das erhaltene Geld verwendet wurde.
Das erste Projekt ist der Kindergarten mit 150 Kindern; hauptsächlich Waisenkindern, die sehr dankbar und froh sind. Es ist lustig zu sehen, dass sie mit dem Ende des Kindergartens noch ein weiteres Jahr bleiben wollen, weil das Essen so gut ist und die Klosterschwestern so nett sind. Aber das ist die Leistung der Gebetsaktion Medjugorje. Die Kinder sind sehr dankbar, weil sie auch Kleidung bekommen.
Das zweite Projekt ist die Volksschule, die das ganze Jahr das Essen von der Gebetsaktion Medjugorje bekommt. Es sind 748 Schüler, die sieben Jahre diese Volksschule besuchen und dafür sehr glücklich und dankbar sind.
Das dritte Projekt betrifft Jugendliche, die drei Jahre die Universität besuchen. Es handelt sich um 25 Jugendliche, die dank der Spenden der Gebetsaktion auf die Universität gehen und Zeugnis von unserem Projekt ablegen.
Unsere Projekte sind für Bildung und Ausbildung sowie für soziales und gläubiges Denken ausgelegt. Alle, die arm sind, keine Lebensfreude haben, bekommen in unserer Gemeinschaft den Glauben, Essen und Bildung.

Wie ist die Situation der Familie bei Euch, gibt es auch Scheidungen, gibt es ähnliche Probleme der Gesellschaft oder ist es doch noch so wie bei uns vor 300 Jahren als die Achtung vor Gott die Lebensgemeinschaft noch zusammengehalten hat?

Als Priester und Professor der theologischen Fakultät in Afrika kann ich die Situation so analysieren:
1. Die Familie in Afrika ist noch sehr stark wie vor 70 Jahren in Österreich. Scheidungen gibt es fast keine, weil wir Priester sehr viele Gespräche mit den Mitmenschen in Respekt und Einfühlungsvermögen führen. Bei Geschiedenen sind die Kinder sehr arm, weil die Erzeuger sie verlassen und ihr eigenes Leben führen. Die Kinder sind die ärmsten wegen der fehlenden Nahrungsmittel und der Ernährungskrankheiten. Aber die Kinder, die bei uns leben, sind sehr froh und gesund. Bei uns auf der Universität studiert niemand Psychologie, weil die Zukunft nicht so aussieht. Aber als Priester, der hier studiert hat, sehe ich viele, die Psychologie und ähnliche Disziplinen studieren, weil die Familien fast alle kaputt sind. Das ist eine große Krise, die man heute in Österreich bzw. Europa wahrnehmen muss, um eine bessere Zukunft für die Kinder zu schaffen, weil die Kinder psychisch krank sind und die Gesellschaft von Morgen bilden. Aber niemand denkt daran.
2. In Österreich ist der Wohlstand im Vergleich zu Afrika sehr hoch. Man spricht in Afrika von Familien mit acht bis zwölf Kindern, also von kinderreichen Familien. Der Priesternachwuchs ist groß. In diesem Jahr hatten wir 28 Neupriester. Priester kommen aus Familien und wenn wir in Europa kinderreiche Familien haben wollen, dann ist das etwas für die Kirche und die Wissenschaft. Eheberatung und Ehe sind wichtig, weil niemand für sich heiratet. Das sage ich auch jungen Leuten auf der Universität, die heiraten wollen. Jesus sagt, dass sich Mann und Frau nicht scheiden lassen sollen. Mann und Frau sind durch eine Kette mit fünf Gliedern verbunden. Nämlich durch den Glauben, die Hoffnung, die Liebe, gemeint ist die wahre Liebe nicht die erotische Liebe sowie die Zuversicht und das Vertrauen. Diese fundamentalen Grundlagen machen die Familie aus. Die Kirche wird neu evangelisiert durch die Familie. Vor zwei Jahren war ich in Medjugorje und habe dort fast vierzigtausend Jugendliche gesehen. Ein junger Mann ist dort zu mir gekommen und wollte den Segen, weil er heiraten will. Ich ging mit ihm und seiner Freundin in die Sakristei und gab ihnen den Segen. Für mich ist Österreich schon sehr entwickelt, weil es nicht nur um materielle Dinge, sondern um fundamentale Dinge wie Freude, Hoffnung, Zuversicht und auch um das Zusammenleben der Familien in der Gesellschaft geht.

Wie sehen Sie in Afrika die Berührung mit dem islamischen Glauben? Es ist doch sichtbar, dass im islamischen Glauben die Achtung vor Gott sowohl bei einem Professor als auch bei einem weniger gebildeten sehr groß ist.

Zunächst muss ich sagen, dass wir in Afrika oder in Tansania mit den Moslem in Frieden leben. Von 44 Millionen Einwohnern in Tansania sind ein Drittel Muslime, ein Drittel Christen und ein Drittel gehört den Naturreligionen an. Die Muslime haben eine Stärke, sie halten an ihrem Glauben fest. Das fehlt bei uns, bei den Katholiken und Christen. Wir sollten einfach den Mut haben, ohne Scheu christlich zu leben, indem wir einfach auf Christus schauen und zwar so stark, nicht fanatisch wie Muslime, sondern einfach so, denn das ist ihre Stärke. Manche sind fanatisch, aber ich kann auch differenzieren, dass viele Muslime sehr mutig sind. So sollen auch wir die Christinnen und Christen mutig sein. Jesus hat gesagt, dass Er bei uns ist bis zum Ende der Zeit. Warum sollen wir uns fürchten? Christus sagte: Fürchtet euch nicht! Und das hat so auch immer der selige Papst, Johannes Paul II., gesagt.

Es gibt in der Gesellschaft immer Regeln, so auch im Straßenverkehr. Wir wissen, dass wir bei Rot stehen bleiben müssen und bei Grün fahren dürfen. Was würde passieren, wenn jeder bei Rot über die Kreuzung fährt?

Das Leben ohne Regeln, ohne Gebote ist unvertretbar, ob politisch, wissenschaftlich, akademisch oder medizinisch. Der Mensch hat von Oben her Naturregeln vom Schöpfergott, die wir beachten sollten. Leider nehmen heute viele Christen den Glauben wie einen Fußballklub; es ist alles erlaubt wie bei Folklore. Das führt zu einer schlechten Gemeinschaft in der Kirche und unter den Mitmenschen. Der Christ sollte ein Vorbild sein. Theologisch gesehen geht es um zwei Dinge: Die Regeln, die Gebote sind objektiv von Oben gegeben und wir sollen sie subjektiv wahrnehmen. Objektiv heißt, eine Gnade Gottes von der Natur her und die Regeln sind für mich und die Gesellschaft sowie für die Kirche gut gemeint. Wenn ich subjektiv als Person diese Regeln nicht wahrnehme, dann sind sie nutzlos. Das heißt, Wir sollen diese objektive und subjektive Dimension der Regeln auch annehmen. Die Gebote sind eine Liebe, ein Geschenk Gottes, dass wir nicht ein Durcheinander auf der Erde, in den Familien, der Kirche, der Politik und der Medizin erleben. Diese vertikale Dimension der Gebote Gottes muss man als horizontales Wahrnehmen erkennen, dass ich nicht bei Rot über die Kreuzung fahre, weil ich jemanden umbringen könnte. Die Gebote sind objektiv eine Gnade Gottes. Gott hat so viel Gnade auf die Erde geschickt. Zum Beispiel diese Hungersnot in Afrika, in Tansania ist eine Frage der Verteilung. Die Welt hat genug Ressourcen, aber es geht immer um die richtige Verteilung. So bedanke ich mich bei der Gebetsaktion Medjugorje, die das seit fünf Jahren wahr genommen und verteilt hat. Heute wollen die Leute keine Regeln mehr, es gibt so viele Streitereien in der Politik in der Gesellschaft, weil die Gebote als Orientierungshilfe nicht angenommen werden.

Die Muttergottes erscheint bereits 30 Jahre in Medjugorje. Sie weiß um die Problematik, sie stellt auch keine neuen Regeln auf. Und wie sehen Sie dieses lange Kommen der Muttergottes?

Medjugorje ist für mich ein Wunder auf fünf Ebenen:
Theologisch gesehen, wollte der Schöpfergott, dass alle Menschen gerettet werden. Er hat uns nach Seinem Abbild geschaffen und durch Seinen Sohn, der von Maria geboren wurde, gerettet. Der Mensch als Abbild Gottes und Gott als Retter und Erlöser.
Christologisch gesehen hat Christus bei der Hochzeit zu Kana für uns eine Schule durch Seine Mutter geschaffen, weil sie sagt. Was Er euch sagt, das tut. Das ist für uns Bildung und Ausbildung. Jesus sagt uns, dass wir in Liebe und gegenseitigem Verzeihen gestärkt im Sakrament der Buße zusammenleben sollen. Jesus rettet uns wie bei der Hochzeit zu Kane; die Leute hatten keinen Wein mehr und Er hatte Mitleid. Das ist so in Medjugorje oder in Afrika. Sie haben kein Wasser und erhalten ein Wasserprojekt. Sie haben keine Bildung und bekommen ein Bildungsprojekt, das sie bis zur Universität führt. Sie haben keine Hoffnung und bekommen Nahrungsmittel. Das ist für mich wie bei der Hochzeit zu Kane.
Mariologisch gesehen gilt: Was Er euch sagt, das tut! 30 Jahre ermuntert uns Maria zum Gebet, zur Umkehr, zur Buße und zum Fasten. Immer wieder bittet sie uns in den Botschaften. Das ist ihre Schule!
Es ist eine Sache der Philanthropie, der Menschenliebe und des Mitsorgens. Die Liebe zum Mitmenschen, das Essen für die Hungernden. Wir leben zusammen als Kinder Gottes.
Es ist eine Sache der Gemeinschaft. Niemand muss allein sein. Medjugorje hat so viele Menschen zusammengebracht, mehr als 100 000 und das ist Gemeinschaft.

Lieber Pater Aidan es war ein ganz bewegtes Gespräch mit Ihnen, in dem man erkennt, dass Du auch alles lebst. Das ist eine Bestärkung für uns, die wir im Alltag oft das Wesentliche übersehen. Ich hoffe, dass unsere Leser durch dieses Gespräch angespornt werden, mit der Muttergottes zu gehen, damit wir einmal als große Familie den ewigen Lobpreis singen.

Vielen, vielen Dank und Vergelt‘s Gott für diese große Leistung für meine vielen Kinder, die Schokokinder mit den großen Augen in Afrika; sie sind sehr dankbar für die Spenden und beten auch für jeden Spender.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Das Hilfsprojekt „Licht Mariens“, welches wir seit Jahren für Afrika organisieren, erreicht die Ärmsten der Armen. Wir alle wissen, dass Brot weltweit immer knapper und teurer wird, und viele Menschen kämpfen um das Überleben. Der Begriff „Brot” ist ein allumfassendes Konzept: Ohne Brot kein Leben. Ohne Brot keine Zukunft! Pater Aidan Msafire ist ein großer Freund von Medjugorje und organisiert für Kinder und junge Erwachsene die schulische Ausbildung bis zum universitären Abschluss. Jedoch können viele dieses Ziel nicht erreichen, weil sich die Eltern in Tansania die schulische Ausbildung nicht leisten können. Viele von ihnen sind auch Waisen! Pater Aidan Msafiri bedankt sich im Voraus mit einem tausendfachen ,Vergelts Gott!’ für jede noch so kleine Spende.

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