Gesegnete Weihnachtsgrüße 2020 von Pater Aidan

Pater Aidan wünscht allen Spenderinnen und allen Spendern und gemeinnützigen Helfern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein schönes neues Jahr 2021. Der Weihnachtsmann besucht den Anna Maria Kindergarten und feiert mit den Kindern ein Weihnachtsfest.
Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches und hoffnungsvolles neue Jahr 2021. Mit den besten Segenswünsche und in liebender Dankbarkeit und Verbundenheit sowie im Gebet, Pater Aidan und die “Schokokinder” 🙏👏😊

Danke für den Schulbus von Franz Gollowitsch

Danke an Franz Gollowitsch und Danke an die Muttergottes! Mit großer Freude und Dankbarkeit möchte ich mich bei Franz Gollowitsch senior für diesen Schulbus ganz herzlich bedanken. Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches und hoffnungsvolles neue Jahr 2021. Mit den besten Segenswünsche und in liebender Dankbarkeit und Verbundenheit sowie im Gebet, Pater Aidan und die “Schokokinder” 🙏👏😊

Schildkrötenfest mit Pater Aidan

Pater Aidan besucht den St. Anna Maria Kindergarten anlässlich des Schildkrötenfestes in der Pfarre Moshi. Die Schildkröte ist in Tansania ein Glückssymbol und soll Gesundheit und Glück schenken. Anschließend beten die Kinder bei der Maria Muttergottes den Rosenkranz und für ihre Spender und Helfer:

Besuch von Pater Aidan im Kindergarten

Pater Aidan im Sankt Anna Maria Kindergarten

Pater Aidan besucht mit dem Beginn der Fastenzeit den Sankt Anna Maria Kindergarten und spielt mit seinen Schützlingen im Garten und am Spielplatz. Der Kindergarten mit seinen Spielgeräten wird von den zahlreichen Spendern und WohltäterInnen zur Verfügung gestellt. In liebender Dankbarkeit und Verbundenheit an alle fleißigen, treuen und guten Seelen der Aktion “Brot und Schule – Tansania” schickt Pater Aidan hier im Gebet zu Beginn der Fastenzeit seine Segenswünsche an alle Sponsoren. Möge Gott euch alles tausendfach vergelten und allen Frieden und Gesundheit schenken.

Mit den besten Segenswünsche und in liebender Dankbarkeit und Verbundenheit

P. Dr. Aidan G. Msafiri

Aktuelles August 2019


Medjugorje Wallfahrt und Messe mit Pater Aidan

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

Pater Aidan Msafiri besucht im Rahmen seiner Pilgerreise wieder den Gnadenort Medjugorje, wo er am 17. August 2019 in der Wallfahrtskirche von Medjugorje zum Dank eine Messe hält . Beim Gottesdienst sind auch viele deutschsprachige Pilger anwesend, unter anderem Anna-Maria Hübscher und Franz Gollowitsch. Die Fotos werden freundlicherweise von Foto Đani zur Verfügung gestellt.

Pater Aidan Msafiri bei seiner Messe am 17. August 2019 in der Kirche von Medjugorje

Krone 23. Juli 2019


Kronenzeitungsartikel vom Dienstag 23. Juli 2019

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 

Beitrag in der Kronenzeitung vom Dienstag 23. Juli 2019

„Wiener“ Pfarrer tritt für Hilfe direkt vor Ort ein – „Flucht uns Afrika löst nicht Probleme des Kontinents“

Pater Msafiri sammelt Spenden aus Österreich, um Kindern am Fuße des Kilimandscharo in Afrika eine Zukunft zu bieten. Pater Aidan Msafiri verwirklichte den Aufbau der Mkyashi School und des Sankt Anna Maria Kindergartens in Tansania. Der Klimabeauftragte baut die Hilfsprojekte weiter aus. „Wir wollen allen Kindern ein gutes Leben und eine Ausbildung ermöglichen“, so der gute Hirte, der in Wien studierte. „Wir sollten in Zeiten des Klimawandels eine Zukunft im eigenen Land haben, dann ist die Flucht aus Afrika keine Option mehr“, so Msafiri. (Florian Hitz, Kronenzeitung)

Aktuelles Juli 2019


Kronenzeitungsartikel vom Dienstag, 23. Juli 2019

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 

Beitrag in der Kronenzeitung vom Dienstag, 23. Juli 2019

„Wiener“ Pfarrer tritt für Hilfe direkt vor Ort ein – „Flucht uns Afrika löst nicht Probleme des Kontinents“

Pater Msafiri sammelt Spenden aus Österreich, um Kindern am Fuße des Kilimandscharo in Afrika eine Zukunft zu bieten. Pater Aidan Msafiri verwirklichte den Aufbau der Mkyashi School und des Sankt Anna Maria Kindergartens in Tansania. Der Klimabeauftragte baut die Hilfsprojekte weiter aus. „Wir wollen allen Kindern ein gutes Leben und eine Ausbildung ermöglichen“, so der gute Hirte, der in Wien studierte. „Wir sollten in Zeiten des Klimawandels eine Zukunft im eigenen Land haben, dann ist die Flucht aus Afrika keine Option mehr“, so Msafiri. (Florian Hitz, Kronenzeitung)

Aktuelles Juni 2019


Schulbus des Sankt Anna Maria Kindergartens

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

In der Stadt Moshi gibt es nur Wege mit roter Erde. Wenn es regnet, wird der Boden schlammig und unbegehbar. Viele kleine Kinder können dann bei Regen nicht in den Kindergarten oder in die Schule kommen. Deshalb wurde im Rahmen eines aktuellen Hilfsprojektes auch ein kleiner Schulbus finanziert, mit dem die kleinsten Kinder oder jene Kinder, die sehr weit entfernt wohnen, abgeholt werden können. Der Schulbus des Sankt Anna Maria Kindergartens ist ein wichtiges Hilfsmittel, um die Betreuung der kleinsten und hilfsbedürftigsten Kinder in der Gemeinde Kilema Parish zu ermöglichen.

Willkommen


Willkommen bei 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

Unser Bestreben ist es, allen Kindern auch aus ärmsten Familien oder Kindern ohne Eltern vom Kindergarten über die Grundschule bis zu einem eigenständigen Leben eine gute Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Dazu stellen wir durch Ihre Spenden Unterkunft, Essen und Kleidung und geschulte Lehrer zur Verfügung und sorgen für das geistliche Wohl der Kinder.

Unser Bemühen ist es, durch Bildung und Frieden die Armut in der Welt zu bekämpfen. Jedes Kind soll die Möglichkeit erhalten, glücklich und gesund in Freiheit aufzuwachsen und mit anderen Kindern zu lernen und sich in seiner Freizeit persönlich entfalten zu können.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und verfolgen keine politischen oder wirtschaftlichen Ziele. Durch Ihren wertvollen Spendenbeitrag können wir bedürftigen Kindern und Jugendlichen am Fuße des Kilimandscharo mit Nahrung und Bildung eine bessere Zukunft bieten.

Wir sagen daher herzlichen Dank, vergelt’s Gott und Gottes Segen.

Entwicklung


Entwicklung der

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

Der Verein wurde 2018 in Wien gegründet, um mit Bildung und Nahrung elternlosen oder armen Kindern in der Diözese Moshi in Tansania zu helfen. Moshi ist eine Stadt nahe des Kilimandscharo und sie war Ende des neunzehnten Jahrhunderts Sitz der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft.

Pater Aidan Msafiri verwirklicht mit Ordensschwestern, Helfern und Lehrern den Aufbau der Mkyashi Primary School und des Sankt Anna Maria Kindergartens. Pater Aidan baut die zahlreichen Hilfsprojekte gemeinsam mit Unterstützern und Spendern weiter aus.

Unser Wirken steht für Brot und Schule und für die Vertiefung des christlichen Glaubens und der marianischen Botschaften zur Rettung der Menschen.

Gebet mit Pater Aidan


Die Kinder beten mit Pater Aidan und bitten um Gottes Segen   
 

In Demut und Dank versuchen die Helfer der Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania nach den Botschaften von Medjugorje zu wirken. Die Hilfsprojekte in der Diözese Moshi werden von zahlreichen Unterstützern und Spendern in Zusammenarbeit mit der Gebetsaktion Medjugorje finanziert.

Das erklärte Ziel ist es, die Armut zu bekämpfen und die Kinder im christlichen Glauben für eine selbstbestimmte Kindheit und Jugend und für eine bessere Zukunft zu erziehen. Wir wollen dabei auch elternlosen Kindern ein fürsorgliches und liebevolles Zuhause schenken.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für Ihre Spende und beten für Gottes Segen.

 

Hilfsprojekt Licht Mariens 2019


Hilfsprojekt Licht Mariens – Brot und Schule 2019 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 133

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 133

Im Jahr 2019 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens – Brot und Schule“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 133 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan und Anna-Maria Hübscher veröffentlicht. Die gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

BROT UND SCHULE FÜR TANSANIA
Interview mit Anna Maria Hübscher – das Gespräch führte für die Gebetsaktion Dr. Maximilian Domej

Anna Maria Hübscher ist Obfrau des Vereines „Schule und Brot für Tansania“. Im Jänner 2019 besuchte Sie Pater Dr. Aidan Msafiri in seiner Heimatdiözese Moshi. Beeindruckt von der Dankbarkeit und den Nöten der armen Familien ist Sie mit frischem Elan zurückgekehrt, dieses spezielle Schulprojekt weiter tatkräftig zu unterstützen. Wir von der Gebetsaktion fühlen uns bestärkt und dankbar, dass wir mit unserer Aktion Licht Mariens wieder für Pater Aidans Schulprojekte einen Spendenaufruf tätigen können. Die Bildung ist das wichtigste Gut, welches man den Menschen weitergeben kann. Bildung verhindert Armut. Setzten wir ein gemeinsames Zeichen der christlichen Nächstenliebe.

Du bist vom Verein „Hilfe für Tansania Brot und Schule“. Eine Deiner ersten Aktionen war, dass Du Dir vor Ort von der Arbeit von Pater Aidan in Tansania selbst ein Bild machst. Kannst Du mir ein bisschen erzählen, wie Deine Reise verlaufen ist und welche Eindrücke das waren. Vorerst möchte ich Dich bitten, dass du Dich kurz unseren Lesern vorstellst.

Mein Name ist Anna Maria Hübscher, ich bin Pensionistin und war Kindergärtnerin und Kindergartenleiterin. In der Pfarre bin ich tätig und überall, wo es möglich ist zu helfen. Pater Aidan habe ich kennen gelernt, als er bei uns in Gerasdorf Kaplan war. Dort war ebenso Pfarrer Knotzinger, der mir in meiner Kindheit, in meiner Jugend, den Weg zu Jesus Christus gezeigt hat. Pater Aidan hat Positives und Negatives in Gerasdorf erlebt, doch nachdem er die Ausbildung abgeschlossen hat, ist er mit positiven Gedanken zurückgekehrt. Voriges Jahr ist er wieder zurück gekommen und er hat gefragt, ob ich ihm helfen könnte einen Verein zu gründen. Zuerst hab ich „ja“ gesagt und dann doch „nein“ aber dann hab ich doch überlegt und er hat mir leid getan, wenn er zurück geht und keinen Verein hat. Also entschied ich mich es zu probieren. Daraufhin bin ich heuer nach Tansania geflogen, weil ich mir ein Bild davon machen wollte, um zu sehen was dort ist, wie ich helfen kann und wie ich nützlich sein kann. Dort habe ich gemerkt, dass es sehr wichtig ist, dass man vor Ort und Stelle hilft und nicht nur spendet und dass man nur helfen kann aber die Menschen dort nicht „ummodeln“ soll, weil sie dort glücklich sind.

Pater Aidan hat einen Komplex einer Missionsstätte, die schon über hundert Jahre dort besteht. Wie wir gerade auf diesen Bildern gesehen haben, gibt es dort einen Kindergarten, eine Volksschule, eine Mittelschule und berufsbildende Schulen für die älteren Kinder. Wie viele Kinder sind in diesem Komplex?

Im Kindergarten gibt es über 100 Kinder, die Schulkinder sind über 400, von den großen weiß ich es nicht ganz genau, da wurde ich nur durchgeführt. Auch ein Spital gibt es dort in der Nähe. Das ist alles beisammen.

Ist das die einzige Chance für diese Kinder in dieser Region eine Schulausbildung zu bekommen oder gibt es auch staatliche Schulen?

Es gibt auch staatliche Schulen, aber die können sich die armen Menschen kaum leisten.

Was wird von den Spenden finanziert?

Die Uniformen und die Bekleidung, das Essen natürlich und die Lehrpersonen, diese werden auch bezahlt. Es ist hilfreich, wenn das Geld dorthin geschickt wird und dort an Ort und Stelle eingesetzt wird.

Haben sie dort eine Küche wo gekocht wird?

Ja, haben sie. Und wenn die Kinder gut gegessen haben, dürfen sie wieder nach Hause weil zu Hause gibt es wahrscheinlich nicht sehr viel zu essen. Pater Aidan holt sich die Kinder von den Ärmsten der Armen.

Wir kennen Pater Aidan als sehr freundlichen, sehr weltoffenen und sehr intelligenten Priester mit einem sehr großen Herz. Wie hast Du ihn erlebt?

Ja, er sorgt sich sehr um alles. Ich frage mich oft woher er diese Kraft herholt, sich um alle zu kümmern, von den Kindern aus dem Kindergarten bis hin zu den Jugendlichen. Er ist auch Umweltvertreter in Tansania. Es ist super was der Mensch alles leisten kann.

Du warst dort auch in der Heiligen Messen. Wie ist dort das religiöse Leben?

Das ist für die Afrikaner ganz wichtig. Es gibt vier Heilige Messen in dieser großen Kirche und diese sind immer voll. Um 6:00 Uhr gibt es die erste Heilige Messe, die ist für die etwas älteren Menschen. Dann um 8:00 Uhr. Um 10:00 Uhr die Kindermesse und um 12:00 Uhr haben die Jugendlichen noch Heilige Messe, jedes mal zwei Stunden. Was ich dort gelernt habe, bei der zweiten Heiligen Messe am zweiten Sonntag, als wir zur 8:00 Uhr Messe hingegangen sind, dort war wie immer alles voll und man hört noch Musik und Gesang und die Menschen kommen nicht heraus, erst nach 20 Minuten, die Leute stehen geduldig und warten. Bei uns wären die Leute schon heim gegangen.

Wieso dauern die Heiligen Messen dort so viel länger?

Das war für mich ein Erlebnis. Du hast den Zelebranten, Pater Aidan war der Zelebrant. Er predigt natürlich wie bei einer normalen Messe. Dann bin auch ich dazu gekommen zur Begrüßung und habe ein paar Worte sagen dürfen. Vor dem Ende der Heiligen Messe kommt der Pfarrer von der Pfarre und predigt auch. Und dann kommt nach dem Pfarrer noch der Bürgermeister und erzählt, was es Neues gibt. Das geht dann eben in die Länge. Oder bei der nächsten Messe wurde dreimal für verschiedene Projekte abgesammelt. Da gehen aber die Leute einzeln nach vor und werfen Geld in die Kassa. Und da wird dann auch gesungen.

Man sieht oft in Filmen dass es dort sehr rhythmische Musik gibt, ist das wirklich so?

Ja, es ist immer sehr viel Musik dabei.

Auf den Bildern sieht man auch einige Klosterschwestern, die Pater Aidan helfen. Sind sie auch als Lehrpersonal in den Schulen tätig oder nur im Kindergarten?

Ich habe in der Schule eine Schwester gesehen und auch im Kindergarten ist eine Leiterin. Sie wohnen auch innerhalb von dem Projekt. Dort gibt es, wie gesagt, ein Spital und ein Schwesternhaus, wo sie wohnen. Sie betreuen auch speziell den Garten und bauen alles an. Es gibt hier einen wunderbarer guten Boden.

Moshi liegt am Fuße des Kilimandscharo. Man sieht auf den Bildern, dass dort alles sehr grün ist. Wie schaut die Stadt aus? Wie sind die Straßen? Gibt es dort das Gefühl einer sicheren Stadt?

Naja, von einer Stadt kann man da nicht reden. Es ist eigentlich ein Gebiet. Kelenamision nennt sich dieses Gebiet. Ich sage, es sind im Urwald versteckte Häuser. Es gibt nur Wege mit roter Erde und wenn es regnet, ist es auch recht „gatschig“. So kann man sich das dort vorstellen. Die Kindergartenkinder müssen dann sehr weit gehen in dem Gatsch, in dem Regen, bis sie zum Kindergarten kommen. Deshalb ist unser jetziges Projekt, dass wir einen Bus brauchen, damit wir die kleinsten Kinder abholen können.

Es ist sicher interessant, wenn wir unsere eigenen Kinder oder Enkelkinder sehen, ich glaube, da kann man sich es nur schwer vorstellen mit vier Jahren hunderte Meter zur Schule zu gehen. Gehen die Kinder in einer Gruppe oder werden sie von den Eltern hingebracht?

Meistens von der Oma, da die Eltern und jüngeren Verwandten keine Zeit haben.

Wie sind die Familienstrukturen dort?

Es ist so, dass sie alle gemeinsam in einem Haus wohnen. Besser gesagt in einem Häuschen oder in einer Hütte, etwa ganz einfaches. Was mir aufgefallen ist, die eigenen Angehörigen, die gestorben sind, werden im eigenen Garten begraben. Die Menschen brauchen keine Grundsteuer zu bezahlen, sie erben immer vom Vorhergehenden das Grundstück oder das Haus. Dieses wird dann weiter betreut aber es darf nur von einem Erbe übernommen werden. Das bedeutet, die anderen Kinder erhalten nichts und das Erbe muss in der Familie bleiben und darf auch nicht weiter verkauft werden.

Die Menschen haben dort eine Kapelle, wo sie Rosenkranz beten. Hast Du das auch gesehen?

Ja, es ist so, dass Pater Aidans Mama einmal in der Woche den Rosenkranz betet. Sie treffen sich auch bei der Mama im Hof, wir Frauen, und beten. Aiden hat auch eine eigene Kapelle in Mamas Haus errichtet und dort wird auch gebetet und für die Familie die Heilige Messe gefeiert.

Grace kommt aus diesem Kindergarten und hat diese Schule besucht. Sie hat schließlich auf der Universität in Moshi studiert. Sie war dann einige Jahre in Wien im Magisterium und hat dieses erfolgreich abgeschlossen. Das heißt, sie ist eine Frucht des Hilfsprojektes von Pater Aidan und vor allem von allen Lesern, die großzügig gespendet haben. Hast du das Gefühl, sie gehört dort hin und die Menschen waren froh, dass sie Grace wieder sehen konnten.

Ich glaube, sie würde gerne zu Hause in ihrer Heimat ihr Wirken weiter machen. Man muss aber auch Wege finden, wie man den Menschen am besten helfen kann und verstehen, was die Menschen brauchen. Da ist sie jetzt auf der Suche.

Kannst Du uns noch etwas über Pfarrer Knotzinger sagen, wie Du ihn erlebt hast und wie er war.

Kurt Knotzinger ist für mich wirklich ein Vorbild und angenehmer Mensch gewesen, der mich sehr unterstützt hat in der Jungschar Zeit. Ich kann mich erinnern, meine Eltern waren auch Flüchtlinge aus Schwaden. Wir sind in Oberösterreich geblieben und dort bin ich in einer Baracke auf die Welt gekommen. Mit Ersparten haben wir uns ein kleines Häuschen in Gerasdorf gekauft. Meine Eltern waren gute Geschäftsleute, besonders meine Mutter ist oft auf einen Markt im 2. Bezirk gegangen und hat dort Waren verkauft. Damals war Kurt Kaplan und hat uns betreut. Er ist mit dem Rad gekommen und hat uns etwas zum Essen gebracht, weil er sich immer um uns gesorgt hat. Damals war ich neun Jahre alt. Später ist er bei uns Pfarrer geworden. Er hat immer zu mir gesagt „Anne Marie du bist für eine Kindergärtnerin geeignet“. Schon damals hat er mir meine Wege gezeigt.

Du hast einmal gesagt Du würdest vielleicht sogar Klosterschwester werden.

Ach ja, das war in Lourdes: er hat mich dorthin mitgenommen und dort hab ich einen Pater getroffen der gesagt hat „Anne Marie geh mit mir in die Mission nach Afrika“. Ich wäre gern mitgegangen aber damals war ich noch nicht fertig mit meiner Berufsausbildung. So wurde das erste Mal das Thema „Afrika“ und „Mission“ angesprochen. Ich habe damals gesagt, wenn ich bis 25 Jahre einen Mann finde, heirate ich, ansonsten geh ich in die Mission. Ich habe einen Mann gefunden. Er ist leider voriges Jahr gestorben, daher habe ich jetzt wieder mehr Zeit, um Gutes zu tun.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Seit zehn Jahren unterstützt die Gebetsaktion mit der Aktion „Licht Mariens“ die sozialen Projekte von Pater Dr. Aidan Msafiri in Tansania. Pater Aidan ist ordentlicher Professor für Philosophie und Ethik an der theologischen Fakultät St. Augustin in Tansania. Inspiriert von der großen Gnade in Medjugorje versucht er in seiner Diözese die Botschaften von Medjugorje zu verbreiten. Er ist zutiefst dankbar für die jahrelange Unterstützung seiner Projekte und sagt immer wieder, dass er für alle Wohltäter täglich betet. Um auch in Zukunft im Dienste der Muttergottes so viel Gutes tun zu können, bittet er uns ihm weiterhin bei seinen Projekten zu helfen. Im April 2018 gründete Pater Aidan gemeinsam mit Freunden aus Österreich den Verein: „Freunde Mariens – Brot und Schule für Tansania“. Wir von der Gebetsaktion sind froh, dass diese Aktion mittlerweile eigene Wurzeln geschlagen hat und möchten es in unserem Heft weiterhin unterstützen.

Aktuelles Mai 2019


Willkommen bei 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

Mit ihren Spenden konnten wir bereits folgende Projekte verwirklichen:

  • Renovierung und Anbau der Wohnbereiche und der Schule
  • Renovierung des gesamten Gebäudes des Kindergartens
  • Renovierung der Gebäude der Volksschule (Dach, Wände)
  • Errichtung des Spielplatzes des Sankt Anna Maria Kindergartens
  • Materielle Leistungen für Nahrung (Mais, Reis, Öl, Zucker), Kleidung, Bildung und Spiele
  • Einkauf von Schulunterrichtsmaterialien (Bücher, Hefte, Schreibzeug, Bildschirme)
  • Schulbus um Kinder sicher in die Schule zu bringen
  • Schulgeld für 6 begabte StudentenInnen in den Berufsschulen und Universitäten
  • u.v.m.

Ewiges vergelt‘s Gott !

Hilfsprojekt Licht Mariens 2018


Hilfsprojekt Licht Mariens – Brot und Schule 2018 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 129

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 129

Im Jahr 2018 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens – Brot und Schule“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 129 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

WIR MÜSSEN FÜR EUROPA BETEN
Interview mit Pater Aidan – das Gespräch führte für die Gebetsaktion Dr. Maximilian Domej.

Wieder ist ein Jahr vergangen seit Pater Aidan das letzte Mal aus Tansania nach Europa gekommen ist. Die Aktion Licht Mariens war dank der großzügigen Spenden der Leser und Abonnenten der Gebetsaktion stets ein großer Erfolg und eine großartige Unterstützung für die Projekte in Tansania, für die sich Pater Aidan engagiert. Bildung spielt dabei immer eine große Rolle, da sie letztlich ein Weg aus der Armut ist. Nun wurde von Pater Aidan der Entschluss gefasst, einen eigenen Verein zu gründen. Im folgenden Gespräch spricht er mit uns über die Wichtigkeit.

Pater Aidan, wie sind Deine Projekte in Afrika, und wie können wir Dich auch weiterhin unterstützen?

Ich bin sehr dankbar für eure Unterstützung, die seit 2009 anhält – das sind schon fast zehn Jahre. Wir haben mit den Spenden viel für den Kindergarten gemacht – besonders für die Waisenkinder in Tansania – und auch für die Volksschulkinder. Wir unterstützen sie beim Schulgeld und stellen Essen und Uniformen zur Verfügung. Es war uns sogar möglich, einzelnen jungen Menschen ihr Universitätsstudium zu bezahlen.

Du warst 2017 im Jubiläumsjahr „100 Jahre Fatima“ mit einer Pilgergruppe auch in Fatima, dann in Lourdes und in Medjugorje. Was bedeuten diese Pilgerfahrten für Dich als Priester?

Ich bin sehr dankbar, dass ich als Priester die Gelegenheit hatte, die geistliche Dimension dieser Wallfahrtsorte zu erfahren. Wir waren mit 40 Leuten unterwegs. Sie sind auch zu mir beichten gekommen. Sie haben mit mir über ihre Probleme und ihre Sorgen gesprochen, und ich habe immer das Gefühl gehabt, dass die Menschen die Muttergottes und eine geistliche Beratung brauchen, nicht Reiki, Yoga und all diese modernen Angebote von Therapeuten. Während meiner Predigt in Fatima habe ich gefragt: „Wie viel kostet es, wenn man zum Psychologen geht? Zwischen 100 und 200 Euro für ein bis zwei Stunden. Und wie viel kostet es wenn man einen Rosenkranz betet? Nur Zeit.“ Für mich ist das sehr, sehr wichtig. Die drei Wallfahrtsorte sind für mich Orte der Anbetung, der Beichte und der Buße. Dort fühlt man noch besser die Stille, die innere Ruhe und die Verzeihung Gottes. Der heilige Papst Johannes Paul II. hat gesagt: „Per Mariam ad Christum.“ Zu Jesus durch Maria. Ich glaube das sind die größten Früchte für Menschen, die mit ihren Sorgen, Leiden, mit ihrer Hoffnungs- und Orientierungslosigkeit hinkommen.

Wie siehst Du Medjugorje aus theologischer Sicht, auch in Anbetracht der sehr positiven Äußerung von Bischof Hoser?

Ich glaube, es wird dadurch einfacher werden. Es hat jetzt ein sehr positiver Prozess begonnen. Es ist eine Gnade, Papst Franziskus ist sehr positiv. Deshalb bin überzeugt, dass irgendwann der Prozess in die Richtung geht, dass Medjugorje anerkannt wird.

Die Muttergottes hat 1917, also vor 100 Jahren, wo sehr viel in Europa geschehen ist, wo sich etwa durch die Russische Revolution sehr viel Negatives in der Welt verbreitet hat, in Fatima zum Rosenkranz aufgerufen. Auch heute ist die Welt in Aufruhr. Wo siehst Du die Rezepte für eine bessere Welt? Wo können wir der Muttergottes helfen, dass sich ihre Pläne erfüllen?

Ich bin optimistisch, dass Menschen in Europa auch wieder zu den Wurzeln Europas zurückfinden. Ohne Christentum gibt es kein Europa. Europa braucht zwei ganz wichtige Dinge: Erstens, einen festen Glauben, und es gibt so viele Berufungen durch Medjugorje; aber Europa braucht auch Kinder – ich sehe an den Statistiken, da hat hier eine Familie durchschnittlich 1,5 Kinder. In Afrika liegt die Geburtenrate bei acht Kindern. Ohne Kinder gibt es keinen Nachwuchs. Das Problem, das wir heute mit den Muslimen haben sind nicht die terroristischen Muslime, das Problem ist, dass wir zu schwach in unserem eigenen Glauben sind. Wir müssten auch so stark in unserem Glauben sein – nicht fanatisch, aber selbstbewusst: Wir sind Christen, wir sind Katholiken. Ich bin überzeugt, dass die Muttergottes in Europa wirkt. Auf Lateinisch sagt man „gratia supponit naturam“ – die Gnade kommt von oben wenn wir Gott anrufen. Aber das braucht einen Platz, in dem diese Gnade, dieser Segen für Europa, für unsere Kinder, für den Glauben, für die Neuevangelisierung auch wahrgenommen wird. Momentan sehe ich die Entwicklung in Europa eher negativ – die Zahl der Atheisten im deutschsprachigen Raum wird steigen, wenn wir nicht bewusst dagegen wirken. Und dann gibt es ja auch noch andere Religionen, wie den Buddhismus mit der Wiedergeburt und die verschiedenen Strömungen, die Esoterik… Ich glaube das ist eine Gefahr, aber auch eine Chance darüber nachzudenken, wohin wir gehen möchten und was wir tun können.

Wie siehst Du die Flüchtlingsbewegung und die kulturelle Durchmischung?

Seit Jahrhunderten gibt es schon Völkerwanderungen, aber es war noch nie so stark wie momentan, wo meist junge Leute aus Afrika oder aus Asien nach Europa kommen. Die meisten sagen: Die Europäer wollen keine Kinder, sie sagen „Kinder sind zu teuer“. Muslime können mehr Frauen haben und daher auch mehr Kinder – im Durchschnitt sind es sechs oder sieben. In 50 Jahren werden sie also die Mehrheit hier in Europa ausmachen. Im Hinblick auf die Identität und Kultur Europas ist das gefährlich. Die europäische Zivilisation ist auf dem Christentum aufgebaut: Alles, was hier ganz positiv ist – Bildung, Kultur der Arbeit, Zivilisation, Sozialsysteme – ist auf dem Christentum aufgebaut und lebt nach den Ideen, die uns Jesus gelehrt hat. Die besten Schulen sind geleitet von den Jesuiten, den Barmherzigen Brüdern, den Dominikanern… Wir müssen für Europa beten, aber auch für die Substanz – für den Glauben und die Kinder. Ich glaube Europa braucht auch Sühne und Fasten. Ohne Medjugorje, wo Sühne, Gebet und Beichte sehr stark sind, gibt es keinen Frieden und kein wahres Umdenken.

In Medjugorje erscheint jetzt schon fast 37 Jahre die Muttergottes. Pater Niederschlag aus Deutschland hat gesagt: „Wenn die Kinder in Gefahr sind, dann kommt die Mutter zu ihnen.“ Er sieht darin auch die Botschaft von Medjugorje. In Europa wird durch eine sehr säkulare, atheistische Denkweise vieles überdeckt, und wir kennen unsere Identität nicht mehr. Welche Erfahrungen hast Du mit den Kindern in der Schule, im Kindergarten bezüglich des Rosenkranzgebets gemacht und was bedeutet er Dir persönlich Medjugorje als Priester?

Als Priester sage ich: Medjugorje ist ein Geschenk Gottes für die Welt. Für mich ist der Rosenkranz ganz wichtig. Nicht nur für die Schulen, sondern auch für die Familien bei uns. Man sieht viele Familien in der Kirche Rosenkranz beten, auch Studenten. Besonders im Mai und Oktober ist es sehr stark. Jedes Mal wenn ich nach Europa fliege, nehme ich Rosenkränze mit. Und ich bringe sie auch in die Schule, damit die Lehrer sie an die Kinder verteilen. Jeden Samstag kommen Kinder, auch sonntags nach der Anbetung, und beten.

Ist die Religiosität bei euch etwas Selbstverständliches?

Ja. Ein Pfarrer aus Westafrika hat gesagt: „Die Zukunft der Kirche ist in Afrika.“ Bei uns gehen die Menschen gerne zur Kirche. Die Heilige Messe dauert bei uns zwei bis drei Stunden, die Predigt 40 Minuten. In Österreich oder in Europa würden die Menschen da schon zu jammern beginnen. In Afrika hat jede Pfarre jeden Sonntag vier Heilige Messen. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Es gibt viele Pfarren, die jeden Tag zwei Heilige Messen feiern. Bei uns ist Religiosität etwas anderes, nicht so wie hier, wo die Menschen leider oft nur zu großen Festen wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten in die Kirche kommen. Afrika wäre ohne die Kirche unvorstellbar. Das reicht in die Dimension von Bildung, von Entwicklung hinein. Die besten Schulen sind von Christen geleitet. Das Christentum hat sehr viel geholfen, und bei uns schimpfen die Leute nicht über die Priester oder den Papst. Es gibt niemanden, der aus der Kirche austreten will.

Was möchtest du unseren Lesern zum Schluss noch sagen?

Ich möchte meine innigste Dankbarkeit ausdrücken.

Ich wünsche euch alles Gute für euren Verein. Er hat sicher auch eine breitere Möglichkeit und die notwendigen Ressourcen, sich zu verbreiten. Du bist nach wie vor ein ganz tapferer Zeuge der Muttergottes und des Priestertums. Wir danken Dir!

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Seit neun Jahren unterstützt die Gebetsaktion mit der Aktion „Licht Mariens“ die sozialen Projekte von Pater Dr. Aidan Msafiri in Tansania. Pater Aidan ist ordentlicher Professor für Philosophie und Ethik an der theologischen Fakultät St. Augustin in Tansania. Inspiriert von der großen Gnade in Medjugorje, versucht er in seiner Diözese die Botschaften von Medjugorje zu verbreiten. Er ist zutiefst dankbar für die jahrelange Unterstützung seiner Projekte und sagt immer wieder, dass er für alle Wohltäter täglich betet. Um auch in Zukunft im Dienste der Muttergottes so viel Gutes tun zu können, bittet er uns, ihm weiterhin bei seinen Projekten zu helfen. Im April 2018 gründete Pater Aidan gemeinsam mit Freunden aus Österreich den Verein: Freunde Mariens — Brot und Schule für Tansania. Wir von der Gebetsaktion sind froh, dass diese Aktion mittlerweile eigene Wurzeln geschlagen hat und möchten es in unserem Heft weiterhin unterstützen.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2016


Hilfsprojekt Licht Mariens – Brot und Schule 2016 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 123

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 123

Im Jahr 2016 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens – Brot und Schule“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 123 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

HILFSAKTION BROT UND SCHULE
Das Interview mit Pater Aidan für die Gebetsaktion führte Dr. Maximilian Domej

Als Dank für sein 25. Priesterjubiläum besuchte auch heuer Univ. Prof. Pater Aidan Msafiri im Sommer Medjugorje. Geprägt von den Botschaften ist er ein unermüdlicher Arbeiter im Dienste der Kirche. Im Besonderen danken möchte er allen, die einen Beitrag für das Hilfsprojekt LICHT Mariens BROT und SCHULE spenden. Seit 12 Jahren unterstützt die Gebetsaktion Wien mittlerweile Sozialprojekte und Schulprojekte in Tansania. Für unsere Leser hat er gerne das folgende Interview gegeben.

Pater Aidan, du bist wieder von Tansania nach Österreich gekommen. Du wirkst als Priester, Universitätsprofessor und auch als kritischer Betrachter der Weltwirtschaft aus Tansania. Du bist dort Professor, hast viel aufgebaut, hast in Wien ein Doktorat gemacht und bist sehr verbunden mit Medjugorje. Was bringst Du heuer im Rucksack mit nach Europa?

Ich möchte zuerst die Freude des Evangeliums nach Europa mitbringen. Vor einer Woche habe ich mein 25 jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Das Motto bei meiner Primiz war: „Seid barmherzig so wie euer himmlischer Vater barmherzig ist.“ (LUK 3,36). Für mich ist die Freude des Evangeliums wichtig. Ich sehe so viele Probleme in Europa mit den Flüchtlingen, der Gottlosigkeit und Politik. Wir dürfen nie die Hoffnung aufgeben. Das zweite ist die Freude der Muttergottes. In Afrika beten wir sehr viel den Rosenkranz und wir beten für Europa. Wir haben den Glauben vor 150 Jahren aus Europa bekommen. Jetzt müssen WIR den Neuanfang machen und die Hoffnung an Europa zurückgeben.

Wie ist die Glaubensstruktur in Tansania?

Am Fuße des Kilimandscharos – wo ich herkomme – sind 99 % katholisch. Wir leben gemeinsam mit Muslimen und Naturreligionen. Es gibt die Interface, eine Multi-Glaubenskommission, bei der ich auch dabei bin. Es gibt noch keine muslimische Radikalisierung mit Boko Haram, Al-Schabab oder Al Kaida. Wir leben im Guten zusammen.

Das heißt, Tansania ist ein friedliches Land? Kannst Du uns über die Geschichte erzählen?

Der Gründungsvater von Tansania ist Julius Kambarage Nyerere, ein sehr, sehr guter Mensch. Er hat 1991 das Land der Mutter Gottes geweiht. Wir in Tansania glauben an Gott, wir haben die Religionsfreiheit und schätzen die Kirche. Was wäre Tansania ohne die katholische Kirche? Alles, die Kindergärten, die Schulen, die Universitäten und die Straßen sind von der katholischen Kirche gebaut werden.

Du bist vor 17 Jahren nach Österreich gekommen um an deiner Dissertation zu schreiben? Wir haben uns damals kennengelernt. Kannst Du von dieser Zeit erzählen?

Für mich ist es ein Mysterium. Ich kam 1999 nach Wien um zu studieren. Meine Dissertation habe ich als erster afrikanischer Priester und Wissenschaftler über die Umweltkrise als eine theologische und ethische Herausforderung geschrieben. Damals war das noch kein Thema. Ich arbeitete als Kaplan in Gerasdorf, nördlich von Wien. Dort haben wir das 50 jährige Priesterjubiläum von Dr. Kurt Knotzinger gefeiert. Da habe ich dich und deine Frau getroffen. Du hast mich damals gefragt, was du für mich tun kannst in Afrika. Für mich war das ein Wunder. Das Jahr darauf wollte ich wieder nach Afrika fliegen und einen Kindergarten bauen um den Kindern Hoffnung zu geben. Seit 12 Jahren erhalte ich nun Spenden von der Gebetsaktion Medjugorje. Licht Mariens für meine schulischen Projekte. Wir finanzieren damit Schulen, Uniformen, Essen, Berufsschule für Jugendliche oder Universität. Von vielen Kindern sind die Eltern an HIV gestorben. Grace, die jetzt in Wien studiert und den Master in Kultur und Anthropologie macht, war eines dieser kleinen Kinder. Sie ist ein Beispiel dafür, was ihr für Afrika gemacht habt. Ich habe vor kurzem mit ihr gesprochen und sie plant vielleicht später einmal bei der UNO zu arbeiten als Ausgebildete zum Wohl der kulturellen Ausbildung in Tansania.

Was bedeuten für dich die Erscheinungen und warum glaubst Du daran?

Ich möchte die Erscheinungen auf verschiedene Etappen betrachten:
1. Die Erscheinungen sind metaphysische Erlebnisse, übermenschliche Erlebnisse für besondere Menschen, die Gott erwählt. Die Seher sind aber keine Übermenschen. Sie sind unvollkommen. Aber Gott bedient sich ihrer.
2. Die Erscheinungen sind ein Ruf zur Umkehr. Immer: „Betet, betet, betet.“ Wir sind unvollkommen. Wir machen Fehler. Wir sind Menschen. Die Muttergottes erinnert uns immer wieder, dass wir zu ihrem Sohn gehen.
3. Biblische Gründe: Wenn man das Johannesevangelium Kap 2 Vers 1-10 liest, sieht man die Hochzeit zu Kana. Maria sieht das Problem, dass kein Wein mehr da ist und sagt: „Was ER euch sagt, das tut.“ Was für ein schöner Satz! Was Jesus uns sagt, das müssen wir immer wieder tun: Als Kirche, als Politiker, als Theologe, als Umweltbotschafter. Jesus ruft uns jeden Tag. Er zeigt uns immer wieder Dinge, die wir tun sollen.
Außerdem gibt es die Stelle im Johannesevangelium Kap 6 Vers 1-15. Hier geht es um die Vermehrung von den Broten und Fischen. Das ist ein Wunder. Für mich ist Medjugorje wie der kleine Bub, der sagt: „lch habe nur 5 Brote und 2 Fische.“ Medjugorje ist ein armer Ort. Und die Leute, die die Muttergottes gesehen haben, sind nicht die intelligentesten Menschen der Welt. Aber von dieser geistigen Nahrung wird die ganze Welt satt. Diese 2 Fische, diese jungen Männer und jungen Frauen, sie haben die Muttergottes gesehen und das weiter gesagt so wie das Kind in diesem Evangelium. Sie hatten nur 5 Brote und 2 Fische und davon hat Jesus so etwas Großes gemacht. Das heißt, teilen gibt Freude – auch den anderen. Gnade braucht Menschlichkeit. Die Botschaften sind ein Weg, um Gottes Gnaden zu erhalten. Die Seher sind Menschen, aber sie haben eine besondere Gnade von oben bekommen. Nicht nur die Seher von Medjugorje, auch die Seher von Fatima, von Lourdes, von Guadeloupe oder überhaupt: Sie sind keine Supermenschen, aber sie sind Menschen, die auch unvollkommen sind. So wie der Priester. Wir sind nicht vollkommen. Aber jeden Tag halten wir die Heilige Messe und Jesus ist der Mittelpunkt. Das ist das größte Wunder. Die Kinder, die in Medjugorje, Lourdes oder Fatima die Mutter Gottes gesehen haben, sind das Mittel, das Himmlische zu den Menschen zu bringen. Aber Gott zeigt sich durch Menschen. Er ist zu uns gekommen durch seinen Sohn. Aber er kommt auch zu uns durch Menschen, die unvollkommen sind. Er kommt jeden Tag zu uns durch Priester, wie ich, die unvollkommen sind. Die Botschaften sind Mittel, eine Art Turbo zum Ziel. Wir sind alle Menschen. Die Muttergottes erscheint wo sie will, aber Gott hat auch einen Plan dafür. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich heuer bei meinem 25 jährigen Priesterjubiläum, als marianischer Priester, viele Wunder – auch von der Gebetsaktion gesehen habe: Nicht nur für die Kinder, auch für Priester und Mitmenschen. Von der Regierung in Tansania bin ich seit vorigem Jahr Klimabotschafter. Wenn ich Vorträge halte, bringe ich immer diese Dimension, diese Werte mit ein. Die westlichen Länder haben viel von den Werten verloren. Die Welt wird kaputt durch den Materialismus und Egoismus – überhaupt die Familien. Für mich ist Medjugorje ein Geschenk Gottes auf Erden, ein Zeichen, dass es Gott gibt und auch ein Zeichen der Nächstenliebe.

Warst Du auch bei einer Erscheinung in Medjugorje dabei?

Ja. Das ist unbeschreiblich. Kein Professor auf der Welt kann das beschreiben. Das ist einfach ein metaphysisches Erlebnis und man genießt das. Danke Gott, dass ich hier bin. Man kann es nicht mit Physik oder Wissenschaft beschreiben – es ist überirdisch.

In Medjugorje spürt man einen besonderen Segen und Frieden. Die Muttergottes kommt nun schon so lange mit ihren Botschaften, und trotzdem sind wir fast erst am Anfang. Wie siehst Du das?

Die Welt braucht Frieden. Die Familie braucht Frieden. Politik und Umwelt braucht Frieden. Das muss beim Einzelnen anfangen. Ich als Priester, Du als Arzt, Kinder und Jugendliche. Wenn wir den Frieden annehmen, wird sich die Welt verändern. Es gibt ein Sprichwort, es ist auch mein Motto: Wenn gute Menschen nichts tun, vermehrt sich das Böse.

In welcher sozialen Struktur und welchen Schwierigkeiten lebt ihr in Tansania? Ist jede kleine Spende für euch eine Hilfe?

Du sagst kleine Spende, aber für uns ist das eine großartige Spende. So wie die 5 Brote und 2 Fische. Die Vermehrung von der Freude her. Ökonomisch oder wirtschaftlich beträgt das Pro-Kopf-Brutto-Einkommen in Tansania 125 Euro pro JAHR. Pro Monat sind das etwa 10 Euro mit 8-10 Kindern und das ohne Krankenkassa. Wenn es eine medizinische Versorgung gäbe, würden wir nicht so früh sterben. Es gibt Menschen, die sterben schon wegen 5 Euro. Ich habe zweimal bei einer Geburt geholfen, wenn schwangere Frauen kamen. Bei uns ist der Priester alles: Bürgermeister, aber ohne Geld. Er ist Hebamme, Lehrer, … er ist alles. Es bringt sehr viel Freude als Priester in Afrika, in der dritten Welt zu sein. Es gibt Familien mit vielen Kindern. Ich glaube, viele Kinder sind eine Gnade Gottes. In Europa sagt man, ich will kein Kind, das ist zu teuer. Hätten unsere Eltern das auch gesagt, wären wir jetzt nicht hier um uns zu freuen. Wir atmen, wir leben und wir genießen das Leben. Ich mache auch sehr viel für die Jugendlichen. Ich bin auch Direktor für die katholische Jugend in der Diözese Moshi, rund um den Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas. Nicht nur Professor für die Universität und Klimabotschafter. Ich bin verantwortlich für 60.000 Jugendliche. Ich versuche immer wieder auch mit euren Spenden zu helfen. Bei uns gibt es 4 Dekanate. Da habe ich jedem Dekanat 2000 Euro gegeben als Mittel, um etwas zu verwirklichen.

Was würdest Du unseren Lesern zu Weihnachten wünschen?

Zuerst möchte ich meine innigste Dankbarkeit als Priester, als Mensch aus Afrika ausdrücken. Ein Dank an die Gebetsaktion Wien und allen Spender und Sponsoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Wir – und vor allem die Kinder – sind sehr dankbar. Ich wünsche allen Mitgliedern und Sponsoren viel Freude, Kraft, Gesundheit und Segen in der Adventzeit und zu Weihnachten.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Seit 12 Jahren unterstützt die Gebetsaktion mit der Aktion ‘Licht Mariens’ die sozialen Projekte von Pater Aidan in Tansania. Pater Dr. Aidan Msafiri ist ordentlicher Professor für Philosophie und Ethik an der theologischen Fakultät St. Augustin in Tansania. Pater Aidan besucht jedes Jahr Medjugorje. Inspiriert von der großen Gnade versucht er in seiner Diözese die Botschaften von Medjugorje zu verbreiten. Er ist tief dankbar für die jahrelange Unterstützung seiner Projekte und sagt uns immer wieder, dass er für alle Wohltäter täglich betet. Er bedankt sich bei jedem von uns im Namen tausender Kinder‚ die durch die Aktion ‘Licht Mariens’ durch die schulische Ausbildung eine bessere Zukunft erlangt haben. Er ist tief dankbar, dass er im Dienste der Muttergottes so viel Gutes tun kann und bittet uns, ihm weiterhin bei seinen Projekten zu helfen.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2015


Hilfsprojekt Licht Mariens 2015 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 119

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 119

Im Jahr 2015 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 119 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

MEDJUGORJE IST EINE QUELLE DER BARMHERZIGKEIT
Anlässlich des Aufenthaltes in Europa besuchte Pater Univ.-Prof. Dr. Aidan Msafiri auch die Gebetsaktion in Wien. Wir konnten mit ihm das folgende interessante Interview über die aktuelle Situation in Afrika und seine persönlichen Erfahrungen mit Medjugorje machen. Das Gespräch führte Mag. Kristina Malina-Altzinger.

Pater Aidan, du kommst gerade aus Medjugorje. Welche Erfahrungen bringst du mit?

Für mich ist Medjugorje ein Geschenk Gottes. Es war meine siebente Reise an diesen Gnadenort, und jedes mal tanke ich dort geistig auf. Aber ich merke durch meine Erfahrungen als Priester und Beichtvater, dass sehr viele Menschen in Medjugorje ihr geistiges Leben erneuern, indem sie eine neue Beziehung zu Gott beginnen. Männer und Frauen haben Probleme in der Ehe, oder Ordensleute haben Schwierigkeiten in ihrer Berufung, und alle tanken hier neu auf. Sie gehen mit neuer Kraft und Freude wieder nach Hause zurück. Viele Ehen brechen auseinander, aber hier in Medjugorje finden sie wieder zusammen. Die großen Krisen beginnen im Kleinen, in der Familie. Medjugorje ist ein besonderer Ort der Gnade, der Ruhe, der Gelassenheit – es ist ein Wunder! Medjugorje ist ein Wunder! Auch nächstes Jahr möchte ich wieder nach Medjugorje, als Priesterbegleiter. Es soll eine Dankeswallfahrt werden zu meinem 25-jährigen Priesterjubiläum. Alles was ich bin und mache ist Medjugorje zu verdanken.

Wie können die verschiedenen Religionen zum Frieden beitragen?

Jede Religion kann drei Rollen spielen. Erstens, Religion als Mittel des Friedens. Ich als Christ, als Priester, als Katholik, ich soll mich fragen: Wie kann das Christentum, wie kann mein Glauben den Frieden verbreiten. Ich muss auch beitragen, dass das Christentum wirklich Frieden stiftet. Die zweite Rolle für jede Religion – Christentum, Buddhismus, Islam – kann auch als Mittel der Gewalt missbraucht werden. Wir sehen das momentan beim Islam. Die islamistische Sekte Boko Haram beispielsweise benutzt die Religion als Mittel zur Gewalt. „Boko“ bedeutet „Buch”, und „Haram“ ist das arabische Wort für „illegal“. Das bedeutet, dass man alles, was mit dem Christentum, den europäischen Ländern zu tun hat, umbringen muss. Außerdem ist alles Westliche verboten, wie ein Computer beispielsweise. Und die dritte Rolle ist, Religion als Mittel der Versöhnung. Wir Menschen sind nicht vollkommen und daher muss ich schauen, wie meine Religion wieder Frieden stiften kann. Dafür ist Versöhnung notwendig. Das ist meine These, die Religion kann auf drei Arten wirken.

Wie siehst du die Zukunft Europas?

Europa ist auf zwei Dingen aufgebaut. Erstens auf dem christlichen Glauben und zweitens auf den Kindern. Beides ist momentan in einer Krise. Einige wollen nicht mehr in die Kirche gehen, weil ihnen der Priester nicht gefällt oder sie keinen Kirchenbeitrag zahlen wollen. Bei uns in Afrika kommen die Menschen in die Kirche. Sie wissen, dass die Priester unvollkommen sind, aber wir gemeinsam stark sind! Junge Menschen wollen keine Kinder mehr bekommen, ein Kind ist zu teuer, sie nehmen sich lieber einen Hund. Das Pro-Kopf-Brutto-Einkommen Tansania beträgt 130 Euro pro Jahr. Trotzdem bekommen sie viele Kinder. Denn sie wissen, Kinder sind ein Segen. Wir dürfen nicht vergessen: Ohne Christentum und ohne Kinder gibt es kein Europa in der Zukunft. Zuerst solle sich jeder bewusst werden, dass wir das Glück haben Christ und Christin zu sein. Dies ist ein großes Glück. Jesus als Person zu kennen und ihn Freund nennen zu können. Außerdem die Kirche als etwas Positives, als ein Geschenk Gottes zu sehen. Wir dürfen nicht immer nur die menschlichen Fehler sehen. Philosophisch und theologisch kann man sagen, die Kirche hat zwei Dimensionen, die geistliche und die menschliche. Aber wir müssen auch beten, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

In den westlich säkularisierten Ländern entfernen sich die Menschen immer mehr vom Glauben. Was kann man dem aus deiner Sicht entgegnen?

Die Muttergottes ruft uns immer auf: „Betet, betet, betet!“ und „Frieden, Frieden, Frieden!“ Der liebe Gott hat uns die Freiheit gegeben. Wir können tun, was wir wollen. Wir können uns nach freiem Willen für das Gute oder Schlechte entscheiden. Deshalb kommt die Muttergottes und sagt „betet, betet, betet“, damit wir uns bewusst werden, was gut und richtig ist. Ich glaube, durch die sogenannte grenzenlose Freiheit kommt es zu einer Zerstörung des Glaubens, der Zivilisation, der katholischen und humanen Werte, in der Gesellschaft, Wirtschaft, Bildung und Sexualität. Überall können wir dies beobachten. Was wäre Afrika ohne die Religion, die katholische Kirche? Die besten Schulen, die besten Universitäten oder Straßen werden von katholischen Organisationen gebaut – ja, alle Priester, Bischöfe und Ordensleute machen sehr viel. Die Christen in Europa sollten wieder auf ihren Glauben stolz sein und ihn auch öffentlich zeigen.

Worin siehst du den Grund für die extreme Polarisierung und den Ursprung des religiösen Fanatismus?

Fanatismus ist sehr oft ein Resultat von einem Leben ohne Perspektive. Es geht um Orientierungslosigkeit. Hier ist die Politik gefragt, Menschen wieder eine Perspektive zu geben. Aber auch jeder einzelne kann etwas dazu beitragen. Man sollte sich bewusst werden, dass es humane Werte gibt, die jedem Menschen zustehen und die er besitzt unabhängig von Religion. Denn der Mensch ist Abbild Gottes. Wenn ich dich also ansehe, sehe ich auch Gott in deinen Augen. Dies unabhängig, ob du nun an meinen Gott glaubst oder nicht. Die Würde des Menschen ist also von sehr großer Bedeutung. Als zweiten Punkt die Solidarität. Wir Menschen brauchen einander. Wir können die Welt zusammen besser machen, Einheit in Vielfältigkeit. Und der dritte wichtige Punkt ist die Kultur der Verantwortung. Wir sind füreinander verantwortlich. In Afrika gibt es den Ausspruch: „Ich bin, weil wir sind.“ Ohne dich bin ich nichts – ohne mich bist du nichts. Es zeigt, wie wichtig die Gemeinschaft ist. In Europa hört man oft: „Mir san mir“ was das genaue Gegenteil besagt. Ich brauche dich nicht, und ich mach, was ich will, und mir geht es gut alleine. Das ist bloß Egoismus.

Was bedeutet gerade in dieser schwierigen Zeit die Friedensbotschaft von Medjugorje?

Ich sehe immer wieder Medjugorje als ein Geschenk Gottes an Europa und an die ganze Welt. Die Muttergottes ruft uns wiederholt zur Umkehr auf. Der Mensch ist unvollkommen und braucht die geistliche Reinigung, Umkehr, Einkehr. Er muss verstehen, dass er unvollkommen ist, und einfach Buße tun, beten und den Frieden stiften soll. In zwei Jahren sind es 100 Jahre seit den Erscheinungen in Fatima. Medjugorje ist Quelle des Friedens, der Bekehrung und Umkehr. Es sollte jeder nach Medjugorje gehen und einfach beten, für den Frieden auf der Welt, Frieden zwischen den Religionen, Frieden in den Familien, Frieden in der Ehe, zwischen allen Menschen. Momentan gibt es viele kleine Krisengebiete, aber es werden immer mehr. Und die Gospa zeigt uns einen Weg aus diesen Krisen. Wir müssen auf die Knie gehen und beten. In einer Botschaft hat sie gesagt: “Durch euer Gebet könnt ihr Kriege verhindern“- wir sind uns dieser Kraft oft gar nicht bewusst. Außerdem geht es um Barmherzigkeit. Papst Franziskus hat das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Wir müssen die Barmherzigkeit Gottes wahrnehmen, durch die verschiedensten Quellen. Medjugorje ist solch eine Quelle. Ich glaube, es gibt keinen anderen Erscheinungsort, wo sich so viele Menschen bekehren, so viele junge Menschen den Glauben entdecken und so viele Menschen zur Beichte gehen. Jeder Priester oder Bischof glaubt an die Muttergottes und ist sich ihrer Rolle bewusst. Es gibt das Kirchenrecht, dieses besagt, dass Erscheinungen von der Kirche beurteilt werden müssen. Aber was ich sagen kann, ich sehe die Früchte, die Bekehrungen, den Frieden der von Medjugorje ausgeht. Gute Dinge strahlen aus – für die Kirche und die Gesellschaft. Für mich ist Medjugorje wahr!

Was hat unsere Aktion Licht Mariens in deiner Diözese in Tansanien bewirkt?

Durch eure wundervolle Aktion „Licht Mariens“ ist es uns möglich, in Tansania unzähligen Menschen zu helfen. Durch das Geld ermöglichen wir 187 Kindern, bei uns im Kindergarten zu sein. Die meisten von ihnen sind Waisen, weil ihre Eltern an HIV gestorben sind. Es gibt keine Kinderheime, sondern diese Kinder wachsen bei den Großeltern oder anderen Verwandten auf. Wenn die Kinder in die Schule kommen, geben wir ihnen eine Schuluniform, etwas zum Essen und zum Schreiben. Dann bezahlen wir die Kindergärtnerinnen, das sind drei Frauen und eine Köchin und außerdem einige Klosterschwestern. Wir haben auch zwei Schulen mit fast 800 Kindern. Auch sie bekommen eine Uniform und täglich Essen. Und wenn jemand krank wird, geben wir ihm auch Geld für den Arzt bzw. Medikamente. In Tansania kann man wegen 2 Euro sterben, die man nicht hat, denn es gibt keine Krankenkasse. Außerdem gibt es Priester, die wir unterstützen können. Ich bin außerdem Diözesan-Jugendleiter und damit für 80.000 Jugendliche verantwortlich, daher veranstalte ich Seminare. Und dann gibt es einige, die danach auf die Universität gehen. Ein Mädchen macht ihren Master sogar in Wien. Aber einige wählen auch den Weg der Berufsschule. Diese werden auch unterstützt. Die Ausbildung ist das Wichtigste, was wir den Menschen mitgeben können. Damit wird durch diese Spenden den Menschen in Tansania nachhaltig geholfen. Hilfe zur Selbsthilfe. Dies ist ein Wunder von Medjugorje.

Nächstes Jahr feierst du dein 25-jähriges Priesterjubiläum. Hast du einen besonderen Wunsch?

Eigentlich nicht. Ich bin für all die Gnaden, die ich bis jetzt vom Himmel bekommen habe, sehr dankbar. Aber für meinen Alltag habe ich wirklich seit Jahren einen Wunsch. Für einen Priester ist ein Auto sehr wichtig. Die Distanzen sind enorm, 60 Kilometer von einer Ortschaft in die andere. Außerdem liegt Tansania am Fuße des Kilimandscharo, das bedeutet die Straßen sind sehr hügelig und nicht asphaltiert. Daher wäre mein einziger Wunsch zu meinem 25. Priesterjubiläum, für meine pastorale Tätigkeit, ein MIVA-Auto.

Was möchtest du unseren Lesern noch sagen?

Aus ganzem Herzen bedanke ich mich bei allen Wohltätern. In unseren Gebetsgruppen beten wir auch für Euch. Ich wünsche Euch allen viel Segen und Kraft. Schauen wir immer nach vorne. Es ist momentan eine Krise in Europa, aber das Heilmittel dagegen ist der Rosenkranz.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Seit 11 Jahren unterstützt die Gebetsaktion mit der Aktion ‘Licht Mariens’ die sozialen Projekte von Pater Aidan in Tansania. Pater Dr. Aidan Msafiri ist ordentlicher Professor für Philosophie und Ethik an der theologischen Fakultät St. Augustin in Tansania. Pater Aidan besucht jedes Jahr Medjugorje. Inspiriert von der großen Gnade versucht er in seiner Diözese die Botschaften von Medjugorje zu verbreiten. Er ist tief dankbar für die jahrelange Unterstützung seiner Projekte und sagt uns immer wieder, dass er für alle Wohltäter täglich betet. Er bedankt sich bei jedem von uns im Namen tausender Kinder, die durch die Aktion ‘Licht Mariens’ durch die schulische Ausbildung eine bessere Zukunft erlangt haben. Er ist tief dankbar, dass er im Dienste der Muttergottes so viel Gutes tun kann und bittet uns, ihm weiterhin bei seinen Projekten zu helfen.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2014


Hilfsprojekt Licht Mariens 2014 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 115

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 115

Im Jahr 2014 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 115 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

DANKE, MUTTERGOTTES, FÜR DIE GNADEN DURCH MEDJUGORJE
Dr. Maximilian Domej im Gespräch mit Pater Dr. Aidan Msafiri am 7.8.2014 in Wien

Wir haben uns heute, am 7. August 2014, in den Räumen der Gebetsaktion zusammengefunden. Aidan, du bist aus deinem Heimatland Tansania wieder nach Europa gekommen. Wieder ist ein Jahr vergangen. Unsere Leser kennen dich schon und unterstützen dich auch fleißig bei deiner Arbeit. Wie ist die Situation in deinem Heimatland und wie siehst du als Priester die weitere Entwicklung, sowohl politisch als auch religiös?

Zuerst möchte ich mich für die großartige Unterstützung durch die Medjugorje Licht-Mariens Aktion bedanken. Die politische Lage in Tansania ist sehr schlecht. Noch schlimmer ist es in Somalia, Nigeria oder im Sudan. Die religiöse Entwicklung in Tansania ist aber gut. Als Professor an der Universität habe ich viel Freude mit den Studenten und Studentinnen, die ich jede Woche oder jeden Tag unterrichte, und denen ich auch Werte des Lebens vermittle. Ich glaube, die Zukunft Afrikas, die Zukunft Tansanias, liegt in der Bildung mit Werten: mit Werten des christlichen Glaubens. Das ist es, was die Menschen wirklich zufriedener macht. Es ist wie ein Wegweiser in die Zukunft Tansanias. Sozial geht es schon bergauf, obwohl es bei uns noch sehr viele arme Menschen gibt. Das Brutto-Einkommen pro Kopf liegt bei 120 Euro im Jahr, das sind 10 Euro im Monat! Aber trotzdem lächeln die Menschen. Sie haben innere Freude und leben wirklich ein Miteinander und Füreinander. Zur Situation des Glaubens möchte ich sagen: Ich habe immer sehr viele Rosenkränze für Afrika mitgenommen, wenn ich bei euch war. Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass ich jedes Jahr so viel von euch bekomme. Durch eure Unterstützung habe ich sehr viele junge Menschen zur Universität gebracht. Letztes Jahr hatte ich meinen fünfzigsten Geburtstag, und ich bin immer noch gesund. Daher bin ich nach Medjugorje gepilgert, um mich bei der Muttergottes zu bedanken. Meine Hungersnot, meinen Lebenshunger möchte ich durch Gebet und Dankbarkeit stillen. Darum bin ich sehr, sehr dankbar.

Wir erleben eine sehr unruhige Zeit – auch in Afrika. Spürt auch ihr diese Verschärfung des fundamentalen lslamismus, der unter den Schiiten und Sunniten tobt? Oder das Horrorszenarium eines Kalifats, das fast alle in die Flucht schlägt, die nicht seiner Meinung sind? Seid ihr weit davon entfernt oder gibt es Anzeichen dafür?

Die Kirche in Afrika durchlebt eine sehr unangenehme Situation, auch in Tansania. Voriges Jahr wurde auf der Insel Sansibar, die zu Tansania gehört, ein Priester von einer fanatischen muslimischen Gruppe umgebracht. Auch in unserem Nachbarland Kenia gibt es immer wieder Bombenanschläge, so 2.8. vor ca. einem Monat einen Anschlag in Malindi, in Ilamo in der Nähe von Mombasa. Man sieht und hört auch immer wieder Drohungen von Muslimen. In Nigeria sind schon etwa 200 Mädchen entführt worden. Auch im Sudan hat es schon viele Tote durch Unruhen gegeben, sodass man sich fragt: Was bedeutet das alles? Weltweit ist dies eine sehr, sehr unangenehme Situation und wir können nicht einfach sagen, das ist uns egal. Als Priester, als Menschen, als Afrikaner müssen wir uns neue Einblicke und Überblicke schaffen. Woher kommen diese vielen Schwierigkeiten, dieser Fanatismus? Ich sehe das als eine große Herausforderung, nicht nur für die Welt und die Menschen, sondern auch für uns Christen, für uns Priester, für die Kirche überhaupt. Wir wissen, dass wir als Abbild Gottes geschaffen worden sind (Gen 1,26). Darum sollen wir nach überirdischen Lösungen suchen: mit unseren Gebeten zur Muttergottes, der Mutter des Friedens und Mutter der Hoffnung.

Es ist interessant, dass auch die Erscheinungen in Medjugorje in einer multikulturellen und multikonfessionellen Gegend begonnen haben. Als einmal ein muslimisches Kind geheilt wurde, fragten die Kinder: „Warum?“ Die Muttergottes hat ihnen darauf geantwortet: „ihr seid alle meine Kinder, ihr habt euch selbst getrennt.“ Liegt, wenn man genauer hinblickt, der Weltfriede vielleicht in erster Linie in der Versöhnung der Religionen?

Ja, dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens sehe ich diese in falschen Meinungen und einer falschen Erziehung. Auch politische Gründe verursachen diese schlimme Situation bei uns und weltweit. Der Islam ist eng mit dem Staat verbunden. Dazu kommt Fanatismus mit Hass. Wir aber sollen Hass, Egoismus und Neid gegen Werte des Lebens eintauschen! In Nigeria gibt es zum Beispiel eine Gruppierung mit dem Namen Boko Haram. Boko heißt auf lbo, eine nigerianische Sprache, „Buch“ (engl. book), haram heißt „illegal“. Das bedeutet: Alles, was mit dem Westlichen, mit dem Christentum zu tun hat, gilt als „illegal“, als „haram“, egal ob es um westliche Bildung, Wissenschaft oder den Glauben geht. In dieser antiwestlichen Überzeugung werden auch die Kinder erzogen. Diese Entwicklung ist beunruhigend. Ich glaube, wir sollten das alles aus verschiedenen Perspektiven betrachten und den Mut aufbringen, den Hass zu überwinden. Ein zweiter Grund ist der Egoismus. Menschen wollen einfach nicht miteinander und füreinander da sein, und zwar ganz unabhängig von ihrer Nation oder Religion. Oft fehlt die Kultur der Solidarität und Versöhnung. Wir alle sind Menschen. Ein jeder Mensch macht Fehler, sei es bewusst oder unbewusst. Die Frage ist aber: Wie gehe ich mit meinen Fehlern um? Wie kann ich den anderen, der nicht meiner Religion, nicht meiner ethnischen Gruppierung angehört, annehmen? Wie können wir als Kinder Gottes zusammen in Frieden leben, egal ob schwarz, gelb oder weiß?

Kannst du unseren Lesern in Kürze von deinen Aktionen, die durch die Spenden der Gebetsaktion finanziert wurden, berichten? Welche Aktivitäten haben schon stattgefunden und welche planst du noch?

Ich bin sehr, sehr froh, dass ich so vielen jungen Menschen den Schulbesuch ermöglichen konnte, angefangen vom Kindergarten bis hin zur Universität. Mehr als 1000 Personen erhalten durch eure Spenden Schulgeld. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Viele Studenten auf der Universität haben nichts zu essen. Auch ihnen gebe ich Schulgeld oder Bücher, denn sie können sich das nicht leisten. Es gibt Kinder, die fast jeden Tag eine Mahlzeit bekommen. Es gibt aber auch Leute im Dorf, die wenig Essen, Kleidung und Geld haben; und auch Priestern, die studieren und nichts haben, kann ich immer wieder mit euren Spenden helfen.

Ich glaube, wir können uns hier im Westen überhaupt nicht vorstellen, in welcher Not die Menschen oft leben. Darum finde ich es eine gute Idee, die Aktion weiter zu führen.

Das ist wirklich ein Wunder. Es gibt ja verschiedene Arten von Wundern. Dieses ist ein intellektuelles, geistliches Wunder von Medjugorje in Afrika. Welche große Liebe der Muttergottes! Bei einer Hochzeit habe ich das Evangelium von der Hochzeit zu Kane (Joh 2,5-6) vorgelesen: „Was er euch sagt, das tut!“ Die Muttergottes empfiehlt uns, was Jesus uns sagt. Jesus sagt, so sollt auch ihr einander lieben und auch einander helfen (Joh 13,34). Das ist alles. Du sollst Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken lieben, und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Am Ende unseres Lebens zählt nicht, was wir gehabt haben, sondern was wir aus dem Kleinen gemacht haben. Ich war nackt, du hast mir Kleidung gegeben, ich war hungrig, du hast mir zu essen gegeben, ich war im Gefängnis, du hast mich besucht. Das Entscheidende ist: Wie stillen wir unseren Lebenshunger? Oft stillen Menschen, auch Politiker, ihren Lebenshunger durch Krieg, Macht und Machtgier. Aber wir als gläubige Menschen, als gute Menschen, können unseren Lebenshunger stillen, indem wir anderen Geborgenheit geben. Ich sehe z.B. so viele junge Menschen, denen geholfen wurde. Das ist einmalig, ein Wunder! Sie haben Freude daran. Wenn ich heute sterbe, bin ich zufrieden. Ich habe sehr viel für die Armen getan.

Das finde ich wirklich großartig. Ich habe schon viele Interviews gemacht, aber bei dir merke ich wirklich, mit welcher Begeisterung du Priester bist und mit welcher Begeisterung du zum Wohl deiner Kirche, deiner Gemeinde und auch im Hinblick auf die Weltkirche drängst. Wir danken dir für dein Zeugnis. Aidan, mach weiter so! Danke!

Danke vielmals. In zwei Jahren begehe ich mein silbernes Priesterjubiläum. Ich wurde 1991 zum Priester geweiht. Dann bin ich 25 Jahre Priester. Ich möchte mich bedanken für eure große Unterstützung. Ich werde immer wieder nach Medjugorje fahren und dieses Zeugnis nach Afrika mitnehmen. Auch nächste Woche fahre ich wieder nach Medjugorje, einfach um der Muttergottes zu danken und für euch zu beten. Vergelt’s Gott für alles!

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Das Hilfsprojekt „Licht Mariens”, das wir seit Jahren für Afrika organisieren, erreicht die Ärmsten der Armen. Wir alle wissen, dass Brot weltweit immer knapper und teurer wird. Viele Menschen kämpfen ums Überleben. Der Begriff „Brot” ist ein allumfassendes Konzept: Ohne Brot kein Leben. Ohne Brot keine Zukunft! Pater Aidan Msafiri ist ein großer Freund von Medjugorje und organisiert für Kinder und junge Erwachsene die schulische Ausbildung bis zum universitären Abschluss. Jedoch können viele dieses Ziel nicht erreichen, weil sich die Eltern in Tansania eine schulische Ausbildung nicht leisten können. Viele von ihnen sind auch Waisen! Pater Aidan Msafiri bedankt sich im Voraus mit einem tausendfachen ,Vergelt’s Gott!’ für jede noch so kleine Spende.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2013


Hilfsprojekt Licht Mariens 2013 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 111

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 111

Im Jahr 2011 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 111 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

FÜR MICH IST MEDJUGORJE WIE DER HIMMEL AUF ERDEN
Das Gespräch mit Pater Aidan Msafiri führte Dr. Maximilian Domej am 12.09.2013

Pater Aidan Msafiri wurde am 28. März 1963 in Kilema geboren. 1970 besuchte er den Kindergarten in Kilema. Ebenso absolvierte er von 1971 bis 1978 die Volksschule in Kilema. Von 1979 bis 1985 studierte er im Gymnasium in Kilema, das auch ein Knabenseminar für Priesterstudenten darstellte. In Perhamiho in Songea inskribierte Pater Aidan Msafiri die philosophische sowie die theologische Fakultät und studierte von 1985 bis 1991. im Jahre 1990 wurde er in Moshi zum Diakon geweiht. Die Priesterweihe empfing er am 4. Juli 1991 in Moshi. Von 1991 bis 1996 lehrte Pater Aidan im Priesterseminar von Moshi. Sein Studium der Moraltheologie an der katholischen Universität in Nairobi (Kenia) in Ostafrika von 1996 bis 1998 beendete er mit dem Magisterium. Von 1998 bis 1999 wurde er als Kaplan an die Pfarre Mandaka berufen. Danach kam er als Kaplan nach Wien und studierte von 1999 bis 2003 an der katholischen Fakultät. Er promovierte an dieser mit Auszeichnung bei Prof. Günter Virt. Von 2003 bis 2005 war er Kaplan in der Pfarre Kilema. Ab 2005 wurde er zum Universitätsdozenten und Professor an der St. Augustin Universität von Tanzania ernannt und ist bis heute Leiter der Abteilung Philosophie und Ethik. Pater Aidan Msafiri hat fünf internationale Bücher sowie zahlreiche ethische Artikeln geschrieben. Seit dem Jahre 2012 ist er auch Berater von der katholischen Familienorganisation der katholischen Bischofskonferenz von Tansania (UFATA). Pater Aidan ist auch ein Experte für Fragen des Klimas, der Umwelt sowie der Ethik und behandelt weltweit nachhaltige Fragen über Afrika.

Pater Aidan heute ist der 12.9.2013 und wir sitzen wieder in der Gebetsaktion in Wien. Du hast einen Monat lang Europa und Medjugorje besucht. Wie waren heuer Deine Eindrücke?

Meine Eindrücke werden immer stärker. Und ich muss sagen, dass ich dieses Mal eine sehr große Freude habe, aber nicht nur Freude, sondern auch mein Glauben hat sich verstärkt. Ich bin nach Medjugorje gekommen, um mich bei der Muttergottes zu bedanken. Erstens bin ich jetzt 50 Jahre alt und dass mein Leben so war, ist nicht selbstverständlich. Zweitens wollte ich der Muttergottes meinen großen Dank aussprechen für die große Arbeit und Unterstützung der Gebetsaktion Medjugorje in Wien.

Wie bist Du heuer nach Medjugorje gekommen?

Es war so: Ich bin mit zwei Autobussen als Priester und Pilgerbegleiter mit Franz Gollowitsch mitgefahren, der seit Jahren die Pilger nach Medjugorje führt. In Medjugorje habe ich so viele Sakramente gespendet, viele Beichten abgenommen und auch Beratungen für die Ehe durchgeführt. Ich habe sogar eine Ehe gerettet. Das war für mich das Wunder in diesem Jahr.

Wie nehmen Dich die Priester in Medjugorje auf?

Die Priester sind sehr nett und ganz freundlich. Und überhaupt fühle ich mich wirklich sehr wohl in Medjugorje. Am 15.08.2013 habe ich die deutsche Messe als Hauptzelebrant zu Maria Himmelfahrt zelebrieren dürfen und da habe ich so viele Dinge auch von meiner Lebenserfahrung und meiner Freude mitteilen können. Und zum Schluss haben die Leute in der Kirche nach diesem Psalm von Johannes Paul II. so geklatscht und viele wollten meine Adresse. Auch Priester aus Deutschland haben mit mir Kontakt aufgenommen. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Du bist ja wirklich ein Kind der Mutter Gottes und wie fühlst Du die Führung der Gospa?

Die Führung der Gospa ist ein Phänomen, es ist unerklärbar, aber es ist eine Gnade, die gibt es kein zweites Mal. Ich fahre immer wieder nach Medjugorje, um diese Erfahrungen und die Botschaft der Muttergottes wieder zu entdecken. Weil wir sind Menschen. Manchmal vergessen wir das in diesem Fluss von Hektik. Und da ich Universitätsprofessor bin, habe ich nicht so viel Zeit zu beten oder überhaupt für Exerzitien zum Meditieren. Und für mich ist Medjugorje so wie der Himmel hier auf Erden. Exerzitien für meine Seele, für meinen Beruf als Priester und für meinen Beruf als Dienst am Mitmenschen und für die jungen Leute in ganz Afrika.

Du hast es gerade angesprochen und ich wollte Dich jetzt auch fragen: Du bist jetzt ordentlicher Professor geworden, bist ein Theologe. Kannst Du kurz Deine Tätigkeit in Afrika beschreiben.

Ja, ich bin erstens Leiter von der Abteilung für Ethik und Philosophie an der Stella Maris Universität von Tansania. Die gehört der katholischen Bischofskonferenz. Ich mache sehr viele Seminare und auch Konferenzen, internationale Konferenzen über natürliche Empfängnisregelung für die Frauen gegen die Pille. Und ich werde auch im Oktober dieses Jahres Seminare für die ganze Bischofskonferenz in Tansania halten. Denn mit der Pille ist es eine Katastrophe – hauptsächlich für die Frauen. Die Nebenwirkungen, die auftreten und die Ehe zerstören. In diesem Jahr im Mai war ich in Kuala Lumpur bei einer Konferenz und da habe ich auch sehr viele Erfahrungen gemacht. Es war eine katholische Konferenz über die natürliche Empfängnisverhütung. Ich bin Priester für die Uni und ich bin Berater für die Familien. Ich bin zuständig für ganz Tansania als Familienberater. Es gibt eine Organisation, die heißt UFATA, das ist suahelisch und steht für Familie, Solidarität und Verstärkung der Familien in Tansania. Seit vorigem Jahr bin ich dafür zuständig. Der Bischof hat mich geholt, damit ich sein Berater bin. Im Oktober 2013 haben wir eine Konferenz in Tansania mit vielen Teilnehmern und ich werde auch dabei sein. Ich bin als Berater der Patron für diese katholische Organisation für die Familien in Tansania.

Wie ist sonst die Basisarbeit in Tansania? Weil wir Dich jetzt schon viele Jahre kennen, unterstützen wir Dich auch mit unserer Weihnachtsaktion. Welche Früchte bringt das?

Ja, es gibt viele Früchte im Kindergarten. Viele Kinder wollen in meinen, in unseren katholischen Kindergarten kommen. Weil sie bekommen gutes Essen und Trinken. Er wird von Klosterschwestern geführt. Voriges Jahr rief mich die Klosterschwester an und sagte, im Jänner gibt es Kinder, die wollen nicht in die erste Klasse zur Regierungsschule gehen. Wieso? Weil, wenn sie in die erste Klasse der Regierungsschule gehen, bekommen sie nicht so ein gutes Essen. Für mich ist es lächerlich, aber es ist schon ein Wunder durch Euch, der Gebetsaktion Medjugorje in Wien, geschehen. Kindergarten, Volksschule, sie kriegen das Essen, sie kriegen auch Kindergartenuniformen. Die Kinder sind meistens arm, Waisen, von elternlosen Familien, ihre Eltern sind von HIV infiziert. Bei uns beträgt das Bruttoeinkommen pro Kopf 148,- EUR pro Jahr – sie können sich das nicht leisten. 148,- pro Jahr, das ist eine Katastrophe.

Das heißt, ein Monatsgehalt von einem durchschnittlichen Tansanier beträgt 10 Euro.

Ja. Darum sage ich in Österreich, in Europa, dass es euch hier sehr gut geht. Wenn ich hier in Österreich, in Medjugorje, in Deutschland bin, sage ich, dass wir Europäer jeden Tag sehr, sehr dankbar sein sollen. Leider bin ich sehr traurig, weil die Leute hier jammern, obwohl es ihnen sehr gut geht. Sie leben auf dem höchsten Niveau. Auf dem höchsten Niveau! Und das ist für mich eine Katastrophe.

Darüber haben wir das letzte Mal gesprochen. Wir werden einige Deiner Gedanken, dieses Jammern einbinden. Da sieht man, dass jeder Mensch – auch wenn es uns gut geht, das sofort vergisst. Deshalb muss man sich immer zurück erinnern an die Wurzeln und ich glaube, gerade im Gebet zeigt uns Gott, dass wir ein breites Herz haben müssen.

Und auch die Früchte auf der Universitätsebene. Ich mache auch sehr viel auf der Universität. Es gibt die Jungs und Jugendlichen, Studenten und Studentinnen, die auf der Uni studieren. Sie hätten keine Möglichkeit zu studieren. Dank Eurer Unterstützung helfe ich fast jedes Jahr 10 bis 15 Studenten. Manchmal mit Büchern, Essen, Schulgeld usw.

Das heißt, die Bildung in Tansania ist noch immer ein seltenes Gut.

Es ist ein seltenes Gut. Und für mich ist Bildung die beste Lösung für Afrikas Elend, Afrikas Armut. Eine bessere Zukunft für Afrika erfolgt durch Bildung und Ausbildung aber mit Werten, mit katholischen Werten nicht bloß mit Pauschalbildung. Ja es gibt auch Menschen, die auf Haward und Oxford oder wo immer studieren. Aber sie erhalten kein Gewissen, sie haben keine Werte, jene christlichen Werte, die die Welt braucht, die sie jetzt so dringend brauchen würde.

Das ist ja auch das, was hier in Europa ist, dass wir einen tollen Materialismus haben, der nicht beseelt ist und der letztendlich auch nicht auf jeden Einzelnen schaut. Aber da sind Impulse – so wie die von Dir – vielleicht dienen sie für viele als Ansporn, damit jeder für sich selber in seinem eigenen Bereich etwas ändern kann.

Ja das stimmt. Es ist so: Unsere Freundschaft ist sozusagen eine beiderseitige Stärkung. Europa kann auch von uns lernen, bescheiden und dankbar zu werden. Und auch immer wieder neu die christlichen, die humanistischen, seelische, geistliche Werte wieder zu entdecken. Weil Europa auf Golgota aufgebaut ist. Nicht auf philosophische, theoretische Dinge oder politische Dinge, sondern das Bleibende ist das Wichtigste. Es gibt schon sehr gescheite Leute in Europa, aber warum ist Europa jetzt in so einer Krise? Weil es – ich muss sagen – so eine massive Entwertung der Werte gibt – und die Entwertung der Werte, das ist eine negative Basis.

Und da sehen Wir wieder Medjugorje, das mit diesen Botschaften, mit den einfachen, mütterlichen Botschaften uns eigentlich dort trifft, wo wir verwundbar sind – in unseren Herzen.

Ja, richtig, das stimmt. Die Botschaften sind sehr grundlegend. Sie sind ein Mittel, um weitaus besser das Ziel zu erreichen, menschlicher zu werden, freundlicher mit weniger Materialismus und Egoismus. Diese Ichbezogenheit, der Hass und Neid sowie diese Antilebenskultur. Und es genügt, den Leistungsdruck und damit die Depressionen immer wieder wegzugeben, um auf die bleibenden und vernünftigen Werte hinzuschauen.

Wir hoffen, wir werden uns in einem Jahr vielleicht in Tansania sehen und Dich und Dein schönes Land einmal besuchen.

Danke, ein ewiges Vergelt’s Gott für eure großartige Spende und Mitmenschlichkeit. Ich darf euch meine innigste Dankbarkeit sagen und im Namen der „Schokokinder Afrikas“ möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken. Wir versprechen euch, in unserem Gebet an euch alle zu denken.

STATISTIK: Essen, Schulgeld und Schuluniform von April 2010 bis September 2013

1. Tägliches Essen für 314 Kinder von zwei Kindergärten der Pfarre Kilema.
2. Tägliches Essen für 140 Mädchen und 52 Buben der Haushaltsschule der Pfarre Kilema.
3. Tägliches Essen für 912 Schüler und Schülerinnen der Mkyashi Primary School-Volksschule.
4. Monatlicher Gehalt für 2 Kindergärtnerinnen.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Das Hilfsprojekt „Licht Mariens”, welches wir seit Jahren für Afrika organisieren, erreicht die Ärmsten der Armen. Wir alle wissen, dass Brot weltweit immer knapper und teurer Wird, und viele Menschen kämpfen um das Überleben. Der Begriff „Brot” ist ein allumfassendes Konzept: Ohne Brot kein Leben. Ohne Brot keine Zukunft! Pater Aidan Msafiri ist ein großer Freund von Medjugorje und organisiert für Kinder und junge Erwachsene die schulische Ausbildung bis zum universitären Abschluss. Jedoch können viele dieses Ziel nicht erreichen, weil sich die Eltern in Tansania die schulische Ausbildung nicht leisten können. Viele von ihnen sind auch Waisen! Pater Aidan Msafiri bedankt sich im Voraus mit einem tausendfachen ,Vergelts Gott!’ für jede noch so kleine Spende.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2012


Hilfsprojekt Licht Mariens 2012 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 107

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 107

Im Jahr 2012 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 107 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

VIELEN DANK FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG
Das Gespräch führte Dr. Maximilian Domej mit P.Aidan Msafiri am 4.9.2012

R.Aidan es freut mich, dass wir einander wieder in Wien treffen. Kannst Du uns etwas über Deine Mission und Deine Aktivitäten in Afrika im vergangenen Jahr erzählen?

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bedanken für die immer wieder große Unterstützung der Kinder im Kindergarten, der Jugendlichen sowie für das Essen und die Ausbildung. Für die 160 Kinder im Kindergarten haben wir zu Weihnachten Uniformen angeschafft. Durch eure Spenden erhielten sowohl die Kinder im Kindergarten als auch die Volksschüler das ganze Jahr hindurch das Essen. Wir haben Rosenkränze gekauft und sie beten jeden Freitag und Samstag an unserer Grotte für euch. Auf der Universitätsebene wurde viel geleistet; es gibt 20 junge Leute, denen das Universitätsstudium und das Essen bezahlt wurden. Manche sind bereits mit ihrem Studium fertig und bedanken sich vielmals mit lieben Grüßen. Wenn ihr vielleicht einmal nach Afrika fliegt, könnt ihr mit denen, die fertig sind, sprechen. Wir bemühen uns mit eurer Spende, eine Studentin im Februar nach Österreich zu bringen, damit sie das Magisterium in Soziologie für Afrika studieren kann. Weiters haben wir eine Haushaltsschule. Manche Jugendliche hatten kein Schulgeld, weil ihre Eltern an HIV (Aids) gestorben sind. Für diese habe ich das Schulgeld und das Internat bezahlt. Einige wohnen auch zu Hause. Auf der christlichen Ebene bin ich sehr froh, weil ich auf der Universität Seminare (Wirtschaftsethik, Sozialethik und Philosophie) halten und auch jene Werte, auf welche die Zukunft gebaut werden soll, unterrichten kann. Ich spüre leider, dass Europa jetzt die Werte verliert, obwohl wir das Christentum von Europa bekommen haben, weil Europa die Heimat des Christentums ist. Und wir können nur Schritt für Schritt durch Maria zu Jesus kommen. Man sagt in Afrika, was wäre es ohne Mutter? Und für mich ist die Muttergottes ein Vorbild! Nächstes Jahr werde ich 50 Jahre alt und ich möchte mit Pilgern in Medjugorje sein, um mich bei der Muttergottes für alles zu bedanken und dass die Gebetsaktion mich so stark unterstützt hat.

Wenn Du auf Dein Leben zurückschaust, ein halbes Jahrhundert, würdest Du dann den gleichen Weg gehen?

Ja, als Priester bin ich dankbar, dass ich zum Priester berufen wurde. Als Mensch bin ich nicht vollkommen, aber ich bemühe mich Priester zu bleiben. Gestern habe ich in der Zeitung gelesen, dass ein Priester in Österreich sein Amt zurücklegte. Für mich ist das sehr schmerzlich, weil die Menschen den Priester brauchen und besonders marianische Priester. Denn die Priester können immer zu Jesus gehen, aber mit Maria ist es einfacher. Mit der Hoffnung auf Maria schaffen wir es trotz unserer Unvollkommenheit gute Priester zu sein.

Wie ist es Dir gelungen, diese marianischen Botschaften von Medjugorje in Afrika zu verbreiten?

Zunächst habe ich den Menschen meines Geburtsortes, in der ältesten Pfarre von Kilimandjaro, sie heißt „Unsere Liebe Frau von Glut“, wurde 1891 gebaut und liegt nördlich von Tansania, davon erzählt. Sie sind sehr marianisch, besonders die alten Leute. In den letzten zwanzig Jahren ist es bei den jungen Leuten nicht mehr so intensiv. Aber nach dieser Medjugorje-Erfahrung habe ich immer wieder die Priester dort informiert, denn sie führen einen Überlebenskampf. Dieses Jahr haben Bekannte und Kinder von Franz Gollowitsch viele Rosenkränze gebracht. Die Leute haben sofort diese Rosenkränze gewollt und sie beten damit. Am Sonntag hatte ich auf der Universität vor tausenden Leuten einen Vortrag. Ich spreche da immer über Werte und hauptsächlich von der Muttergottes in Lourdes, Fatima und Medjugorje. Gerade Medjugorje beeindruckt und überzeugt die jungen Leute, weil ebenso junge Leute wie sie, nämlich Marija und Mirjana, die Muttergottes gesehen haben.

Ist es nicht schwierig die Botschaften den Jugendlichen so zu vermitteln, dass sie auch Rosenkranz beten?

Es ist nicht so schwierig wie hier in Europa, denn was der Priester in Afrika sagt, wird ernst genommen. Sie beten sehr viel und es gibt viel Nachwuchs an Priestern. Dieses Jahr hatten wir 23 Neupriester. Diese Form des Priestermangels in Europa ist bei uns nicht vorstellbar. In meiner Pfarre habe ich zwei Neupriester, die ich auch bei ihrem Studium unterstützt habe, weil sie aus armen Familien kommen.

Und diese Priester beginnen dann nicht mit 40 und 50 Jahren gegen Rom, gegen die Regeln der katholischen Kirche zu revoltieren, wie es oft bei uns in Europa ist?

Nein, die Priester bei uns sind sehr gehorsam. Leider macht es hier sehr viel Unruhe, weil die Priester nicht eins sind mit dem Bischof. Bei uns gilt es zu überleben und es ist ein Kampf gegen den Satan, aber wir machen alles gemeinsam. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass bei uns die Priester gegenüber den Bischöfen oder Rom gehorsam sind, daher gibt es keine Probleme.

Ist die politische Situation, der Liberalismus, in Afrika anders als in Europa?

Nein, wir halten hier noch fest zusammen und was der Bischof sagt ist ok. Nicht nach dem Motto, ich glaube alles, was der Bischof sagt, aber es gibt keinen Priester, wie bei euch, der sagt, jetzt will ich weg; für mich war das schockierend.

Und wie ist die familiäre Situation? Die Familien haben viele Kinder. Kommt es da oft zu Scheidungen oder wie ist sonst die Situation in der Gesellschaft bei Euch?

Die Situation ist sehr angenehm, es gibt nur 0,1% an Scheidungsraten. Ich war drei Tage in Deutschland und habe das Buch „Kinderloses Europa“ gekauft; ein ganz wissenschaftliches Buch. Man sieht die Probleme der Kinderlosigkeit und der Scheidungen. Die Kinder sind sehr arm, weil sie den Konflikt der Eltern miterleben müssen. Wenn bei uns in Afrika die Frauen unter Druck stehen, dann sagen sie: „Wofür bin ich verheiratet; nicht für mein eigenes Interesse mit meinem Mann, sondern auch für die Kleinen!“ Ich glaube, dass es viele Nachteile für die Kinder gibt, wenn die Eltern geschieden sind. Es gibt Schlechtpunkte in der Schule. Das Kind ist psychisch labil, unzufrieden und aggressiv. Bei uns halten die Familien zusammen. Obwohl diese Kinder in Afrika sehr arm sind, freuen sie sich; diese, ich nenne sie liebevoll „Schokokinder” mit ihren großen Augen haben zwar weniger materielle Dinge und weniger zu essen, aber sie sind glücklich. Mit einem Euro pro Tag muss eine Familie den Überlebenskampf führen. Dennoch sind die inneren Werte in unserer Gesellschaft auch für die Gemeinschaft ausgerichtet. „Ich bin, weil wir sind!“, lautet unser Spruch.

Als Priester, der in Afrika wirkt und in Europa auch viel gesehen hat, vor allem unsere Kultur. Was würdest Du uns von Deinem Standpunkt aus raten?

In erster Linie sollten wir in Europa wieder den Glauben entdecken. Er ist das Herz Europas! Europa ohne Christentum wäre kein Europa. Weiters sind immer wieder die christlichen und menschlichen Werte zu entdecken, neu wahrzunehmen und ins Bewusstsein zu rücken. Europa ist nicht auf materielle oder finanzielle Grundlagen gebaut, sondern auf den Glauben, auf das Evangelium, auf Jesus und Maria. Wenn man sich von diesen Wahrheiten weiter entfernt, dann wird es immer schlimmer mit Europa. Glauben, Werten und drittens eine Gemeinschaft des Betens wäre wichtig. Ich sehe in Europa viele Menschen, die einsam sind. Man kann reich sein, ein Auto, ein Haus und viel Essen haben, aber leider erhalten die Leute von dem Materialismus keine innere Freude. Am Ende bleibt die Frage, was denn den Menschen glücklich macht? Ist es nur Geld? Nein! Vor zwei Wochen im Sonntagsevangelium fragte Jesus die Zwölf: „Wollt auch ihr gehen?“, als ihn die Jünger verließen. Simon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt. Du bist der Heilige Gottes.“ Das heißt, wohin soll Europa nun gehen? Nach Brüssel oder nach Medjugorje oder auf Golgota? Es gibt sehr viele Diskussionen über Wirtschaft, medizinische Forschung alles mit Stärken und Schwächen, aber wir dürfen nie vergessen, dass Europa auf Golgota, auf Werten, auf Glauben, auf Jesus gebaut ist. Und mit diesem Glauben an Jesus können wir Europa retten. Zum Schluss will ich sagen, dass Europa mehr Kinder haben sollte, denn die Kinder sind die Zukunft der Welt! Kinderlosigkeit bedeutet eine große Krise. Früher gab es mehr junge Leute als ältere. Nun ist es umgekehrt. Man sieht viele alte Menschen, Pensionisten. Aber es geht auch um die leere Kirche. Als ich herkam sah ich in der benachbarten Kirche nur sehr wenige Menschen, die vor dem Allerheiligsten beteten, daher glaube ich, dass sich jeder in Europa fragen muss: „Wohin sollen wir gehen?“ Vor zwei Wochen war Lady Gaga in Wien und viele junge Leute aus Österreich kamen, um sie zu hören und zu sehen. Aber am Sonntag sollten wir auch in die Kirche gehen, um Gott zu danken, denn es ist nicht selbstverständlich, dass es Europa materiell so gut geht. Denn es gibt Schlimmeres. Bei uns führen die Leute einen Überlebenskampf. Ein Kilo Kaffee kostet bei uns 50 Cent. Und wenn man ihn kauft, kostet er mindestens sieben Euro. Das heißt, dass bei uns die armen Menschen immer ärmer und ärmer und die Reichen immer reicher und reicher werden wegen der ungerechten Verteilung der Agrarprodukte. Aber wir können Gerechtigkeit, Freundschaft und eine neue Hoffnung für die Welt durch die Stärke des Glaubens erlangen. Wer glaubt wird die Hoffnung nie aufgeben, wer glaubt wird verzeihen, wer glaubt ist gerecht, sympathisch und solidarisch zu den Mitmenschen. Wir können nach Europa eine Brücke schlagen, denn jede Kultur hat Stärken und Schwächen; auch wir in Afrika, obwohl wir ein bisschen faul sind. In Deutschland sagen die Schwaben immer: „Schaffe, schaffe Häusle bauen und nach schönen Mädchenschauen!“ Es ist eine Leistungsgesellschaft. Man soll arbeiten, aber ich finde das „Ora et labora“ als eine wichtige Balance, um eine bessere Zukunft für Europa zu erreichen. Wenn es Europa gut geht, dann geht es auch uns gut, weil wir viel Freude und Unterstützung von Europa bekommen.

Und nach all diesen Ausführungen frage ich, ob Medjugorje diesen Weg für Europa erleichtern wird?

Ich glaube, es ist eine Oase und diese Zusammenschau von Fatima und Medjugorje ist eine geistliche Anatomie, die Europa durch den Glauben besser macht. Wir können Schritt für Schritt mit Maria zu Jesus gehen. Medjugorje ist jetzt einer der größten Wallfahrtsorte der Welt. Und nächstes Jahr zu meinem 50. Geburtstag werde ich wieder nach Medjugorje fahren, um für die Jugend, die Gebetsgruppen und Europa zu beten.

Lieber Pater Aidan wir bitten Dich, dass Du auch für uns betest und dass Deine strahlenden Ideen auf fruchtbaren Boden fallen.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Das Hilfsprojekt „Licht Mariens”, welches Wir seit Jahren für Afrika organisieren, erreicht die Ärmsten der Armen. Wir alle wissen, das Brot weltweit immer knapper und teurer wird, und viele Menschen kämpfen um das Überleben. Der Begriff „Brot” ist ein allumfassendes Konzept: Ohne Brot kein Leben. Ohne Brot keine Zukunft! Pater Aidan Msafire ist ein großer Freund von Medjugorje und organisiert für Kinder und junge Erwachsene die schulische Ausbildung bis zum universitären Abschluss. Jedoch können viele dieses Ziel nicht erreichen, weil sich die Eltern in Tansania die schulische Ausbildung nicht leisten können. Viele von ihnen sind auch Waisen! Pater Aidan Msafiri bedankt sich im Voraus mit einem tausendfachen ,Vergelts Gottl’ für jede noch so kleine Spende.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2011


Hilfsprojekt Licht Mariens 2011 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 103

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 103

Im Jahr 2011 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 103 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

Wenn gute Menschen nichts tun, vermehrt sich das Böse.
Dr. Maximilian Domej im Gespräch mit Pater Aidan Msafiri:

Heute ist der 12. August 2011 und wir sitzen in der Gebetsaktion mit unserem ganz lieben Freund, Priester und Missionar Pater Aidan Msafiri. Pater Aidan könnten Sie die Aktivitäten in Tansania des letzten Jahres unseren Lesern schildern.

Zuerst möchte ich jeder Spenderin und jedem Spender für die sehr großartigen Spenden für die Kinder und Jugendlichen in Afrika danken. Wir haben drei große Projekte, für die das erhaltene Geld verwendet wurde.
Das erste Projekt ist der Kindergarten mit 150 Kindern; hauptsächlich Waisenkindern, die sehr dankbar und froh sind. Es ist lustig zu sehen, dass sie mit dem Ende des Kindergartens noch ein weiteres Jahr bleiben wollen, weil das Essen so gut ist und die Klosterschwestern so nett sind. Aber das ist die Leistung der Gebetsaktion Medjugorje. Die Kinder sind sehr dankbar, weil sie auch Kleidung bekommen.
Das zweite Projekt ist die Volksschule, die das ganze Jahr das Essen von der Gebetsaktion Medjugorje bekommt. Es sind 748 Schüler, die sieben Jahre diese Volksschule besuchen und dafür sehr glücklich und dankbar sind.
Das dritte Projekt betrifft Jugendliche, die drei Jahre die Universität besuchen. Es handelt sich um 25 Jugendliche, die dank der Spenden der Gebetsaktion auf die Universität gehen und Zeugnis von unserem Projekt ablegen.
Unsere Projekte sind für Bildung und Ausbildung sowie für soziales und gläubiges Denken ausgelegt. Alle, die arm sind, keine Lebensfreude haben, bekommen in unserer Gemeinschaft den Glauben, Essen und Bildung.

Wie ist die Situation der Familie bei Euch, gibt es auch Scheidungen, gibt es ähnliche Probleme der Gesellschaft oder ist es doch noch so wie bei uns vor 300 Jahren als die Achtung vor Gott die Lebensgemeinschaft noch zusammengehalten hat?

Als Priester und Professor der theologischen Fakultät in Afrika kann ich die Situation so analysieren:
1. Die Familie in Afrika ist noch sehr stark wie vor 70 Jahren in Österreich. Scheidungen gibt es fast keine, weil wir Priester sehr viele Gespräche mit den Mitmenschen in Respekt und Einfühlungsvermögen führen. Bei Geschiedenen sind die Kinder sehr arm, weil die Erzeuger sie verlassen und ihr eigenes Leben führen. Die Kinder sind die ärmsten wegen der fehlenden Nahrungsmittel und der Ernährungskrankheiten. Aber die Kinder, die bei uns leben, sind sehr froh und gesund. Bei uns auf der Universität studiert niemand Psychologie, weil die Zukunft nicht so aussieht. Aber als Priester, der hier studiert hat, sehe ich viele, die Psychologie und ähnliche Disziplinen studieren, weil die Familien fast alle kaputt sind. Das ist eine große Krise, die man heute in Österreich bzw. Europa wahrnehmen muss, um eine bessere Zukunft für die Kinder zu schaffen, weil die Kinder psychisch krank sind und die Gesellschaft von Morgen bilden. Aber niemand denkt daran.
2. In Österreich ist der Wohlstand im Vergleich zu Afrika sehr hoch. Man spricht in Afrika von Familien mit acht bis zwölf Kindern, also von kinderreichen Familien. Der Priesternachwuchs ist groß. In diesem Jahr hatten wir 28 Neupriester. Priester kommen aus Familien und wenn wir in Europa kinderreiche Familien haben wollen, dann ist das etwas für die Kirche und die Wissenschaft. Eheberatung und Ehe sind wichtig, weil niemand für sich heiratet. Das sage ich auch jungen Leuten auf der Universität, die heiraten wollen. Jesus sagt, dass sich Mann und Frau nicht scheiden lassen sollen. Mann und Frau sind durch eine Kette mit fünf Gliedern verbunden. Nämlich durch den Glauben, die Hoffnung, die Liebe, gemeint ist die wahre Liebe nicht die erotische Liebe sowie die Zuversicht und das Vertrauen. Diese fundamentalen Grundlagen machen die Familie aus. Die Kirche wird neu evangelisiert durch die Familie. Vor zwei Jahren war ich in Medjugorje und habe dort fast vierzigtausend Jugendliche gesehen. Ein junger Mann ist dort zu mir gekommen und wollte den Segen, weil er heiraten will. Ich ging mit ihm und seiner Freundin in die Sakristei und gab ihnen den Segen. Für mich ist Österreich schon sehr entwickelt, weil es nicht nur um materielle Dinge, sondern um fundamentale Dinge wie Freude, Hoffnung, Zuversicht und auch um das Zusammenleben der Familien in der Gesellschaft geht.

Wie sehen Sie in Afrika die Berührung mit dem islamischen Glauben? Es ist doch sichtbar, dass im islamischen Glauben die Achtung vor Gott sowohl bei einem Professor als auch bei einem weniger gebildeten sehr groß ist.

Zunächst muss ich sagen, dass wir in Afrika oder in Tansania mit den Moslem in Frieden leben. Von 44 Millionen Einwohnern in Tansania sind ein Drittel Muslime, ein Drittel Christen und ein Drittel gehört den Naturreligionen an. Die Muslime haben eine Stärke, sie halten an ihrem Glauben fest. Das fehlt bei uns, bei den Katholiken und Christen. Wir sollten einfach den Mut haben, ohne Scheu christlich zu leben, indem wir einfach auf Christus schauen und zwar so stark, nicht fanatisch wie Muslime, sondern einfach so, denn das ist ihre Stärke. Manche sind fanatisch, aber ich kann auch differenzieren, dass viele Muslime sehr mutig sind. So sollen auch wir die Christinnen und Christen mutig sein. Jesus hat gesagt, dass Er bei uns ist bis zum Ende der Zeit. Warum sollen wir uns fürchten? Christus sagte: Fürchtet euch nicht! Und das hat so auch immer der selige Papst, Johannes Paul II., gesagt.

Es gibt in der Gesellschaft immer Regeln, so auch im Straßenverkehr. Wir wissen, dass wir bei Rot stehen bleiben müssen und bei Grün fahren dürfen. Was würde passieren, wenn jeder bei Rot über die Kreuzung fährt?

Das Leben ohne Regeln, ohne Gebote ist unvertretbar, ob politisch, wissenschaftlich, akademisch oder medizinisch. Der Mensch hat von Oben her Naturregeln vom Schöpfergott, die wir beachten sollten. Leider nehmen heute viele Christen den Glauben wie einen Fußballklub; es ist alles erlaubt wie bei Folklore. Das führt zu einer schlechten Gemeinschaft in der Kirche und unter den Mitmenschen. Der Christ sollte ein Vorbild sein. Theologisch gesehen geht es um zwei Dinge: Die Regeln, die Gebote sind objektiv von Oben gegeben und wir sollen sie subjektiv wahrnehmen. Objektiv heißt, eine Gnade Gottes von der Natur her und die Regeln sind für mich und die Gesellschaft sowie für die Kirche gut gemeint. Wenn ich subjektiv als Person diese Regeln nicht wahrnehme, dann sind sie nutzlos. Das heißt, Wir sollen diese objektive und subjektive Dimension der Regeln auch annehmen. Die Gebote sind eine Liebe, ein Geschenk Gottes, dass wir nicht ein Durcheinander auf der Erde, in den Familien, der Kirche, der Politik und der Medizin erleben. Diese vertikale Dimension der Gebote Gottes muss man als horizontales Wahrnehmen erkennen, dass ich nicht bei Rot über die Kreuzung fahre, weil ich jemanden umbringen könnte. Die Gebote sind objektiv eine Gnade Gottes. Gott hat so viel Gnade auf die Erde geschickt. Zum Beispiel diese Hungersnot in Afrika, in Tansania ist eine Frage der Verteilung. Die Welt hat genug Ressourcen, aber es geht immer um die richtige Verteilung. So bedanke ich mich bei der Gebetsaktion Medjugorje, die das seit fünf Jahren wahr genommen und verteilt hat. Heute wollen die Leute keine Regeln mehr, es gibt so viele Streitereien in der Politik in der Gesellschaft, weil die Gebote als Orientierungshilfe nicht angenommen werden.

Die Muttergottes erscheint bereits 30 Jahre in Medjugorje. Sie weiß um die Problematik, sie stellt auch keine neuen Regeln auf. Und wie sehen Sie dieses lange Kommen der Muttergottes?

Medjugorje ist für mich ein Wunder auf fünf Ebenen:
Theologisch gesehen, wollte der Schöpfergott, dass alle Menschen gerettet werden. Er hat uns nach Seinem Abbild geschaffen und durch Seinen Sohn, der von Maria geboren wurde, gerettet. Der Mensch als Abbild Gottes und Gott als Retter und Erlöser.
Christologisch gesehen hat Christus bei der Hochzeit zu Kana für uns eine Schule durch Seine Mutter geschaffen, weil sie sagt. Was Er euch sagt, das tut. Das ist für uns Bildung und Ausbildung. Jesus sagt uns, dass wir in Liebe und gegenseitigem Verzeihen gestärkt im Sakrament der Buße zusammenleben sollen. Jesus rettet uns wie bei der Hochzeit zu Kane; die Leute hatten keinen Wein mehr und Er hatte Mitleid. Das ist so in Medjugorje oder in Afrika. Sie haben kein Wasser und erhalten ein Wasserprojekt. Sie haben keine Bildung und bekommen ein Bildungsprojekt, das sie bis zur Universität führt. Sie haben keine Hoffnung und bekommen Nahrungsmittel. Das ist für mich wie bei der Hochzeit zu Kane.
Mariologisch gesehen gilt: Was Er euch sagt, das tut! 30 Jahre ermuntert uns Maria zum Gebet, zur Umkehr, zur Buße und zum Fasten. Immer wieder bittet sie uns in den Botschaften. Das ist ihre Schule!
Es ist eine Sache der Philanthropie, der Menschenliebe und des Mitsorgens. Die Liebe zum Mitmenschen, das Essen für die Hungernden. Wir leben zusammen als Kinder Gottes.
Es ist eine Sache der Gemeinschaft. Niemand muss allein sein. Medjugorje hat so viele Menschen zusammengebracht, mehr als 100 000 und das ist Gemeinschaft.

Lieber Pater Aidan es war ein ganz bewegtes Gespräch mit Ihnen, in dem man erkennt, dass Du auch alles lebst. Das ist eine Bestärkung für uns, die wir im Alltag oft das Wesentliche übersehen. Ich hoffe, dass unsere Leser durch dieses Gespräch angespornt werden, mit der Muttergottes zu gehen, damit wir einmal als große Familie den ewigen Lobpreis singen.

Vielen, vielen Dank und Vergelt‘s Gott für diese große Leistung für meine vielen Kinder, die Schokokinder mit den großen Augen in Afrika; sie sind sehr dankbar für die Spenden und beten auch für jeden Spender.

Brot und Schule – Aktion für Tansania

Das Hilfsprojekt „Licht Mariens“, welches wir seit Jahren für Afrika organisieren, erreicht die Ärmsten der Armen. Wir alle wissen, dass Brot weltweit immer knapper und teurer wird, und viele Menschen kämpfen um das Überleben. Der Begriff „Brot” ist ein allumfassendes Konzept: Ohne Brot kein Leben. Ohne Brot keine Zukunft! Pater Aidan Msafire ist ein großer Freund von Medjugorje und organisiert für Kinder und junge Erwachsene die schulische Ausbildung bis zum universitären Abschluss. Jedoch können viele dieses Ziel nicht erreichen, weil sich die Eltern in Tansania die schulische Ausbildung nicht leisten können. Viele von ihnen sind auch Waisen! Pater Aidan Msafiri bedankt sich im Voraus mit einem tausendfachen ,Vergelts Gott!’ für jede noch so kleine Spende.

Hilfsprojekt Licht Mariens 2009


Hilfsprojekt Licht Mariens 2009 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 95

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 95

Im Jahr 2009 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 95 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

Brot und Schule – Weihnachtsaktion für Tansania

„Die Hilfsprojekte Licht Mariens, welche wir seit Jahren für Afrika organisieren, erreichen die Ärmsten der Armen. Pater Dr. Aidan Msafiri, Universitätsprofessor an der theologischen Universität in Tansania und ein großer Freund von Medjugorje, hat uns in den letzten Monaten immer wieder kontaktiert, um ihn bei seinem Schulprojekt in seiner Diözese zu unterstützen. Er organisiert für Kinder und junge Erwachsene die schulische Ausbildung bis zum universitären Abschluss. Jedoch können viele dieses Ziel nicht erreichen, weil sich die Eltern die schulische Ausbildung nicht leisten können. Viele von ihnen sind auch Waisen!

Der Betrag für eine Jahresschulausbildung ist nicht sehr hoch, aber für afrikanische Verhältnisse trotzdem für die meisten unerreichbar. Wir in Europa kennen diese Probleme kaum mehr. Umso mehr sollen wir den Leuten mit einer kleinen Spende helfen. Pater Dr. Aidan Msafiri bedankt sich im Voraus mit einem tausendfachen ‚Vergelts Gott!’ für jede noch so kleine Spende.“

Hilfsprojekt Licht Mariens 2008 / 2


Hilfsprojekt Licht Mariens 2008 

Freunde Mariens – Schule und Brot für Tansania

 Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 91

Bericht der Gebetsaktion Medjugorje im Heft 91

Im Jahr 2008 wurde ein weiterer Artikel im Rahmen des Hilfsprojektes „Licht Mariens“ in der Quartalszeitschrift „Medjugorje“ Nummer 91 des gemeinnützigen Vereins „Gebetsaktion – Königin des Friedens – Medjugorje“ über das Projekt „Brot und Schule“ von Pater Aidan veröffentlicht. Die so gesammelten Spendengelder haben zum Aufbau des Hilfsprojektes in der Diözese Moshi in Tansania maßgeblich beigetragen.

Brot und Schule – Weihnachtsaktion für Tansania

Liebe Kinder Mariens! Liebe Freunde Afrikas! Liebe WohltäterInnen!

Zu allererst möchte ich meine und unsere innigste Dankbarkeit für eure Spenden und die Unterstützung meiner verschiedenen Projekte in Tansania zum Ausdruck bringen. Vergelts Gott! Seit 5 Jahren dürfen wir eure großartige Hilfe und Unterstützung bezüglich des Baus eines Kindergartens und einer Lourdesgrotte (die inzwischen ein Wallfahrtsort geworden ist) sowie für die Bildung der vielen tansanischen Mädchen meiner Heimatpfarre am Fuße des Kilimandjaros erfahren. Ein großes Dankeschön an alle Leserinnen und Freunde! Ein Sprichwort sagt: „Ein Priester darf kein einzelnes Kind haben, sondern tausende“. Das stimmt: Ich habe viele Kinder. Im Kindergarten sind es 200, in der Volksschule 875 und in der Haushaltsschule der Pfarre Kilema 184. Darum bin ich ein großer und ständiger „Bettler“ geworden! Aber ich mache es gern.

Liebe Kinder Mariens, wir alle wissen, dass Brot weltweit immer knapper und teurer wird. Das Pro-Kopf-Bruttoeinkommen Tansanias liegt bei etwa 125 Euro im Jahr. Kinder und vor allem Waisenkinder sind am stärksten benachteiligt. Viele Menschen kämpfen um das Überleben. Der Begriff „Brot“ ist ein allumfassendes Konzept. Ohne Brot kein Leben. Ohne Brot keine Zukunft! Die meisten meiner Kinder leben mit ihren Großeltern oder Verwandten, weil ihre Eltern an AIDS gestorben sind. Diese Waisenkinder sind sehr dankbar und froh, wenn sie einmal am Tag ein richtiges Essen bekommen!

Wie Maria im Evangelium nach Johannes sagt: „Was Er euch sagt, das tut“, ruft sie uns alle auf, den armen und hungernden Kindern Afrikas zu helfen. Jeder Cent zählt. Unsere Werte sind Nächstenliebe, Transparenz, Verantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe. Vergelts Gott im Voraus! Die Kinder beten für euch. Wir werden auch Fotos sowie weitere Berichte schicken. Möge die Königin des Friedens euch alle behüten und segnen.

Mit den besten Segenswünschen und in liebender Dankbarkeit sowie im Gebet, Pater Aidan Msafiri.

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